07.09.2018 - 11:37 Uhr
KirchenthumbachOberpfalz

Sanieren oder neu bauen?

Eine Fülle an Maßnahmen wird es geben, um die Wasserversorgung in der Marktgemeinde zu sichern. Dies geht aus einer Studie von dem beauftragten Ingenieurbüro Zwick hervor, die den Marktgemeinderäten in ihrer Sitzung vorgestellt wurde.

Diplom-Ingenieur Bernhard Kaltenecker vom Ingenieurbüro Zwick und sein Mitarbeiter Maximilian Deget (von rechts) stellen in der Marktgemeinderatssitzung in Kirchenthumbach die Studie zur künftigen Wasserversorgung vor. Zweiter Bürgermeister Josef Schreglmann leitet die Sitzung (links).

Diese enthielt - bezogen auf die Wasserwerke und mit Blick auf die Kosten - zwei Varianten: Sanieren oder Neubau. Der finanzielle Aufwand hält sich bei beiden Varianten die Waage und wurde mit annähernd 2,5 Millionen veranschlagt.

Zweiter Bürgermeister Josef Schreglmann, der die Sitzung leitete und das sich im Urlaub befindenden Marktgemeindeoberhaupt Jürgen Kürzinger vertrat, verhehlte nicht, dass das Thema Wasserversorgung das Gremium in den nächsten Jahren intensiv begleiten wird. Nachdem bereits über einen Vorentwurf zu dem Vorhaben beraten wurde, ging es anhand der Studie ins Detail. Diese stellten Diplom-Ingenieur Bernhard Kaltenecker als Abteilungsleiter Wasserversorgung sowie sein Mitarbeiter Maximilian Deget und der Geschäftsführer des Ingenieurbüros Zwick, Diplom-Ingenieur Manuel Zwick, mittels einer Präsentation vor.

So wurde eingangs die aktuelle Situation im Versorgungsgebiet erläutert, wobei insbesondere die drei Tiefbrunnen, die beiden Wasserwerke sowie die Hochbehälter bei Görglas und Thurndorf im Mittelpunkt standen. Die Studie enthielt ebenso Zahlen und Fakten zur jährlichen Fördermenge und zum Wasserverbrauch. Bezugnehmend auf die beiden Wasserwerke empfahl Diplom-Ingenieur Kaltenecker, sich künftig für eine Aufbereitungsanlage zu entscheiden, und verwies auf den baulichen Zustand. Nach seinen Worten bestehe teilweise Sanierungsbedarf, was auch den Hochbehälter bei Görglas betrifft. In die Studie einbezogen war das 75 Kilometer umfassende Wasserleitungsnetz. Hier sollte ebenfalls eine Sanierung angestrebt werden und zwar in Abstimmung mit Kanalisierungsarbeiten.

Der wohl wichtigste Punkt in der Studie war der Kostenfaktor. Bezogen auf die Wasserwerke, den Hochbehälter sowie das Wasserleitungsnetz ist ein Investitionsvolumen von annähernd 2,5 Millionen Euro veranschlagt. Dies gelte sowohl für eine Sanierung als auch für einen Neubau, wobei letztere durch Kaltenecker favorisiert wurde, da dadurch die Wasserversorgung auf Jahre hinaus optimiert sei und sich das sowohl in den Wartungs- als auch in den Unterhaltungskosten niederschlage.

Auch die weitere Vorgehensweise zu dem Vorhaben waren Bestandteil der Studie. Nach den Worten des Diplom-Ingenieurs ist jetzt der Marktgemeinderat gefordert, die Vor- und Nachteile, ob Sanierung oder Neubau, abzuwägen. "Jetzt haben wir einen Fahrplan und eine Grundlage für weitere Beratungen", resümierte das stellvertretende Marktgemeindeoberhaupt Schreglmann. Nach seinen Worten gelte dies sowohl für die kommenden Haushaltsberatungen als auch für kalkulatorische Überlegungen. Er kündigte an, dass der Marktgemeinderat noch im Oktober dieses Jahres eine Entscheidung herbeiführen wird.

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