06.10.2020 - 12:39 Uhr
KirchenthumbachOberpfalz

Schule Kirchenthumbach: IG dankt den Wählern und begrüßt das Schulkonzept der CWG

Die "Amtszeit" der Interessengemeinschaft (IG) Bürgerbegehren endet mit einem klaren Wählervotum zum Erhalt des Schulareals. Nun erwartet der Zusammenschluss eine Schlussfolgerung des Marktgemeinderats daraus.

Neben der Pfarrkirche sind auch die Schulgebäude (im Hintergrund mit rotem Dach) ortsbildprägend, wie diese Panoramaaufnahme zeigt. Für die IG ist deshalb eine neue Schule im Form eines Glas-Hochhauses nicht vorstellbar.
von Robert DotzauerProfil

60,9 Prozent oder 921 Ja-Stimmen der Kirchenthumbacher Wähler zum Erhalt des Schulareals und des Elisabethenheimes seien eindeutig, betonen die Initiatoren des Wahlganges um Hermann Hummler, Martin Kohl, Gerhard Dettenhöfer, Rosi Schuller, Gerhard Seemann und Peter Eller. Nach Überzeugung der IG-Mannschaft gehe das Wählervotum weit über das "Ja" zum Gebäudeerhalt hinaus.

„Viele Bürger können sich auch eine neue Schule in Form eines Hochhauses mit viel Beton und Glas im Ortsbild nicht vorstellen“, hieß es bei einer abschließenden Besprechung. Dabei erklärte die Interessengemeinschaft ihren Auftrag nach dem rechtskräftig festgestellten Ergebnis des Bürgerentscheides für beendet.

Das aus Sicht der IG sehr gute Wahlergebnis des Bürgerentscheides nutzten die Initiatoren zu einem Dank an alle Wähler für das eindeutige Signal zum Gebäudeerhalt. Das Organisationsteam um Hermann Hummler wertete die Entscheidung auch als Plädoyer für ein harmonisches Ortsbild und verwies auf eine negative Entwicklung in den 1960er und 1970er Jahren mit dem Abbruch der Kirche und weiterer Gebäude am Marktplatz.

Unauslöschlich sei damit ein Stück Ortsgeschichte verloren gegangen, bedauerte Martin Kohl. Viele Gemeinden hätten in dieser Zeit des Umbruchs erfolgreich auf den Erhalt historischer Bausubstanz gesetzt und alte Gebäude einer sinnvollen Nutzung zugeführt.

Im Gremium herrschte nach dem Bürgerentscheid ein spürbares Aufatmen. Optimismus machte die Runde, den Rosi Schuller mit der Hoffnung verband, dass die prägende Gebäudeeinheit im Zentrum des Marktes auch in Zukunft ein Teil der Ortsgeschichte bleiben möge.

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Der Respekt gehörte aber auch den 592 Wählern mit „Nein“-Stimmen. Ziel sei es gewesen, alle Kirchenthumbacher im Form der direkten Meinungs- und Willensbildung über ein wichtiges Zukunftsthema selbst entscheiden zu lassen, betonten die IG-Macher noch einmal.

Die Interessengemeinschaft erinnerte in diesem Zusammenhang an eine äußerst knappe Entscheidung des Gemeinderats. Dies habe die IG veranlasst, zum Instrument des Bürgerentscheides zu greifen, um den Bürgern die Möglichkeit zu verschaffen, mit ihrer Stimme direkt in die Gemeindepolitik einzugreifen.

Das Thema Gebäudeerhalt und Schulhausneubau veranlasste die IG auch zu einem Rückblick unter anderem auf frühere Beschlüsse und Entwicklungen. Die Versammlungsteilnehmer bedauerten zudem die nicht bekannt gewordenen Vorschläge des Kreisbaumeisters für eine kostengünstige Sanierung des intakten Schulgebäudes.

Übereinstimmend begrüßte die IG deshalb eine Entwurfsskizze der Christlichen Wählergemeinschaft (CWG) für einen Anbau an die sogenannte Knabenschule. Die Ideen enthielten ein überzeugenden Nutzungskonzept und seien eine gute Basis für einen diskussionswürdigen Kompromiss, betonten die IG-Mitglieder übereinstimmend.

Zeit lassen für ein vernünftiges und kostengünstiges Schulkonzept mit einer fairen Prüfung aller Varianten: Dieser abschließende Wunsch ging an den Marktgemeinderat, der laut Tagesordnung in der heutigen Sitzung über die weiteren Schritte entscheidet.

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