15.03.2019 - 11:27 Uhr
KirchenthumbachOberpfalz

Wasserzähler mit Funkmodul in der Kritik

Wer keinen Wasserzähler mit Funkeinrichtung will, muss blechen. Ins Haus steht den Kirchenthumbachern auch eine Erhöhung der Wassergebühren. Die Form der Bekanntgabe bietet Anlass für Spekulationen.

von Robert DotzauerProfil

Umstritten bleibt in der Marktgemeinde die Einführung von Funkmodulen an den Wasserzählern. Die sogenannten intelligenten Zähler ermöglichen ein Fernauslesen des Wasserverbrauches. Zweifel an der Notwendigkeit der Ablesung per Funk bestehen aus Gründen des Datenschutzes und wegen möglicher gesundheitlicher Belastungen.

Der Marktgemeinderat beschloss deshalb, der ablehnenden Haltung von Wasserkunden zum Einbau von Funkmodulen in die Zähler Rechnung zu tragen. Mit der Deaktivierung verbunden ist allerdings ein Kostenersatz an die Gemeinde.

Die neu zum 1. April 2019 in die Änderungssatzung eingefügte Regelung zu den Beitrags- und Wassergebühren lautet: „Wer dem Betrieb des Funkmoduls des Wasserzählers widerspricht, ist zum Kostensatz des Mehraufwands bei der Konfiguration des Wasserzählers sowie des Mehraufwands bei der Ermittlung und Verarbeitung der Zählerstände verpflichtet. Der Kostenersatz für die Abschaltung des Funkmoduls beträgt bei Deaktivierung noch vor dem Einbau 71,46 Euro, bei Deaktivierung nach erfolgtem Einbau 117,34 Euro. Die Belastung wird auf zwölf Jahre verteilt." Das Gremium beschloss die Änderungssatzung einstimmig.

Bemerkenswert ist ein hausinternes Schreiben von Kämmerer Michael Eisner an seinen Verwaltungschef, das Bürgermeister Jürgen Kürzinger verlas. Darin weist Eisner auf die notwendige Erhöhung des Wasserpreises zum 1. Januar 2019 hin.

Grundlage zur Neuberechnung des kalkulatorischen Wasserpreises sei eine Fortschreibung des Anlagenachweises, die seit Ende der 1990er Jahre unterblieben sei, schrieb der Kämmerer. Der Umfang der Nachermittlung bedürfe einer längeren Bearbeitungszeit. Damit verbunden seien zeitliche Verzögerungen bei der Neukalkulation der Wassergebühren. Eisner verwies zudem auf eine Beanstandung der Rechtsaufsicht.

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