Direkt an der Kreisstraße AS 2, der Waldhausstraße zwischen Amberg und Köfering, will die Energiebauern GmbH aus Sielenbach im schwäbischen Landkreis Aichach-Friedberg eine große Freiflächen-Photovoltaikanlage bauen. Die Rede ist von einer Größenordnung zwischen neun und zwölf Hektar. Gegen dieses Vorhaben hat sich jetzt lokaler Wiederstand gebildet. Aus diesem Grund wurde bereits Anfang des Jahres die Interessengemeinschaft Köfering gegründet, die diesen Standort ablehnt. "Diese riesige Anlage ist viel zu nahe an der Wohnbebauung und zerstört darüber hinaus den dörflichen Charakter der Ortschaft", heißt es dazu in einer Pressemitteilung der IG. Das Dorf Köfering als Eingang zum Naturpark Hirschwald werde auf Jahrzehnte verschandelt, wertvolles Ackerland geopfert. "Darüber hinaus ist eine nicht unerhebliche Wertminderung der angrenzenden Häuser und Grundstücke zu erwarten."
Die IG Köfering sieht sich nach eigenen Darstellungen nicht als Gegner von erneuerbaren Energien. "Jedoch muss die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben." Der Dialog mit Politikern und Befürwortern des Projekts solle daher auf alle Fälle sachlich und fair verlaufen, darauf lege die IG Köfering großen Wert. Die Harmonie der Dorfgemeinschaft und der Nachbarschaftsfriede dürfe nicht beeinträchtigt werden.
Die Freiflächen-Photovoltaikanlage war auch Thema der Bürgerversammlung in Kümmersbruck Ende September, wobei die IG Köfering die ihrer Sicht nach unverhältnismäßig lange Redezeit des Investors kritisiert. Bürgermeister Roland Strehl habe zugesagt, eine Bürgerbefragung in Köfering abzuhalten. Die IG Köfering lädt alle Interessierten für Samstag, 24. Oktober, um 15 Uhr zwischen Neubaugebiet und dem Dorf in der Waldhausstraße zu einer Informationsveranstaltung ein. Die allgemeinen Corona-Richtlinien sind einzuhalten. Die IG Köfering bittet Masken mitzubringen und Abstand zu halten.

















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