25.06.2021 - 12:09 Uhr
KönigsteinOberpfalz

Evangelische Kirche pflegt in Königstein Johanni-Tradition

Schulfrei für die Kinder und Verwandtenbesuche bei Kücheln - so sah früher einmal am 24. Juni in Königstein, Eschenfelden und Edelsfeld das Feiertagsprogramm aus.

Den Gottesdienst am Donnerstagabend vor der Johanniskapelle gestalteten Pfarrer Matthias Ahnert und der Posaunenchor um seine Leiterin Bettina Schröck.
von Heidi KurzProfil

Johanni (24. Juni) galt bei den Menschen in den evangelischen Gemeinden Königstein, Eschenfelden und Edelsfeld einst als hoher Feiertag, an dem die Kinder schulfrei bekamen. Vormittags gab es Gottesdienste an den Johanniskapellen am Kühberg und am Breitenstein; Kücheln wurden gebacken und beim nachmittäglichen Verwandtenbesuch verspeist. In Königstein ist diese Tradition nicht in Vergessenheit geraten. Viele Gläubige stiegen am Donnerstagabend den beschwerlichen Weg zum Kühberg hinauf. Pfarrer Matthias Ahnert machte sie darauf aufmerksam, dass es noch genau ein halbes Jahr bis Weihnachten ist. "Wenn Johannes ist geboren, geh'n die langen Tage verloren", zitierte er einen alten Spruch. Der Geistliche bezeichnete Johannes als Vorboten Gottes und stellte klar, dass Jesus der Wichtigere von beiden ist. Wegen eines drohenden Gewitters kürzte er allerdings den Gottesdienst ab, da die Kirchenbesucher nicht vom Regen überrascht werden sollten.

 

 

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