Wer die technische Entwicklung von Computern und Smartphones verfolgt, wird unschwer erkennen, dass die Elektronik immer kleiner und leistungsfähiger geworden ist. Um diesen Trend aufrechtzuerhalten, werden immer kompaktere Schaltkreise entwickelt und neuartige Materialien untersucht. Damit beschäftigte sich Philipp Merkl aus Königstein im Rahmen seiner Doktorarbeit.
Das Limit eines Schaltkreises ist die atomare Längenskala. Neue schichtartige Kristalle, die sich in Dicken von wenigen Atomlagen herstellen und in den unterschiedlichsten Kombinationen aufeinanderstapeln lassen, versprechen ultimativ dünne Bauelemente. Allerdings verhalten sich Ladungsträger auf kleinsten Längenskalen sehr eigenwillig, und ein tiefgreifendes Verständnis der physikalischen Eigenschaften ist für zukünftige Anwendungen unabdingbar.
Dieses Verständnis wollte Merkl in seiner Doktorarbeit vertiefen. Er erforschte die Besonderheiten von elektrischen Ladungen in atomar dünnen Halbleitern. Obwohl die potenziellen Bauelemente nur aus wenigen Atomlagen bestehen, sind sie dennoch robust und könnten Anwendung in flexiblen Displays, in textilintegrierten Solarzellen oder Sensoren finden.
„Ich hoffe, meine Arbeit leistet künftig einen Beitrag zur Entwicklung neuartiger, kompakter und leistungsfähiger Elektronik“, erklärte Philipp Merkl. Nach dem Besuch der Fachoberschule in Amberg studierte er „Nanoscience“ an der Universität Regensburg. Ab 2016 arbeitete er als Doktorand im Fachbereich Physik mit Schwerpunkt „Ultraschnelle Quantenelektronik und Photonik“. Dieses Jahr promovierte der 29-Jährige zum Doktor der Naturwissenschaften an der Universität Regensburg.













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