08.07.2021 - 16:18 Uhr
KönigsteinOberpfalz

Marktrat Königstein: Grünes Licht für Solarpark Kürmreuth

Auch der Markt Königstein will den Klimaschutz mit einer Freiflächen-PV-Anlage voranbringen. Der Betreiber nennt die Vorteile gegenüber der bisherigen Bewirtschaftung.

Solarmodule für eine Freiflächen-Photovoltaikanlage, wie sie auch schon bald für den Solarpark Kürmreuth benötigt werden.
von Autor SCKProfil

Beratungen über den Solarpark Kürmreuth und dessen Vorteile gegenüber der bisherigen landwirtschaftlichen Nutzung und die städtebaulichen Sanierungsgebiete in Königstein und Kürmreuth prägten die Sitzung des Königsteiner Marktrats. Der Vertrag mit der Firma Voltgrün Energie GmbH aus Regensburg regelt die Details für die Errichtung der Freiflächen-Photovoltaikanlage auf den Flurstücken 370 und 371 der Gemarkung Kürmreuth. Dazu wird ein vorhabenbezogener Bebauungsplan „Solarpark Kürmreuth“ aufgestellt. Zum Vertragsentwurf äußerten die Gemeinderäte keine Einwände.

Danach konnte auch die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Solarpark Kürmreuth mit Grünordnungsplan und paralleler Änderung des Flächennutzungslans „Solarpark Kürmreuth“ genehmigt werden. Der Marktratsbeschluss erfolgte unter Abwägung aller Stellungnahmen der Öffentlichkeit. Eine Nachfrage bei der Firma Voltgrün brachte gemäß Geschäftsführer Stefan Trummer die Bestätigung der Umwandlung von etwa 1,3 Hektar Ackerland in Grünland unterhalb der Photovoltaikanlage. Das Grünland werde durch Schafbeweidung bewirtschaftet und habe so eine mehrfach bessere CO2-Bilanz als Maisfelder für die Herstellung von Biogas. „Die geplante Photovoltaikanlage schafft Grünland, das durch das ganze Jahr photosynthetisch aktiv ist, während dies für Maisfelder lediglich von März/April bis zur Ernte im Herbst zutrifft. Danach sind sie wieder Ackerland. So werden auf der Minianlage Solarpark Kürmreuth auf einer Fläche von 1,3 Hektar mit staatlicher Förderung etwa 1,9 Millionen Kilowattstunden jährlich erzeugt“, informierte Stefan Trummer.

Außerdem beschloss der Marktrat zu den Sanierungsgebieten „Marktkern“ und „Ortsteil Kürmreuth“ die Verlängerung der Satzungen. Da dort die Ziele noch nicht erreicht seien, wurden die Satzungen bis zum 31. Dezember 2036 verlängert. Damit könnten Maßnahmen der Städtebauförderung umgesetzt werden. Da immer wieder Bauanträge mit dem Wunsch nach Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplan gestellt würden, war man sich einig, die Verlängerung möglichst bald zur Überarbeitung der Gestaltungsfibeln für die Sanierungsgebiete zu nutzen. Sie seien nicht mehr zeitgemäß.

Aus dem nichtöffentlichen Teil der Mai-Sitzung war für einige Beschlüsse die Nichtöffentlichkeit weggefallen. So erging der Auftrag zur Lieferung einer Rosenbauer Tragkraftspritze PFPN 10-1000 an die Firma Ludwig Feuerschutz GmbH, Bindlach. Auch wurden für die Sanierung des Hebeschneckenbauwerks in Becken und Pumpe in der biologischen Reinigung der Kläranlage Königstein die notwendigen Aufträge vergeben. Für den Neubau einer Kindertagesstätte auf dem Schulgelände wurde der Planungsauftrag in den Leistungsphasen I und II an das Büro em.Architekten, Amberg vergeben.

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Hintergrund:

Solarpark Kürmreuth

  • Umwandlung von 1,3 Hektar Ackerland in Grünland
  • Beweidung durch Schafe
  • 1,9 Millionen KW/h Sonnenstrom jährlich

 

 

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