28.12.2020 - 17:49 Uhr
KönigsteinOberpfalz

Problematischer Standort für Gerätehalle: Marktrat Königstein bietet Gespräch an

Bauanträge liefern in der Regel nicht viel Gesprächsstoff für eine Marktratssitzung. Ganz anders verhält sich das bei einer Gerätehalle, die ein Bauherr in Königstein plant.

Bauangelegenheiten bestimmen die Tagesordnung in der Dezember-Sitzung des Königsteiner Marktrates.
von Autor SCKProfil

Ein Bauantrag zur Errichtung einer landwirtschaftlichen Gerätehalle auf einem Grundstück im Außenbereich der Gemarkung Königstein warf in der Sitzung des Marktrats im Gasthaus Jägerheim in Pruihausen einige Fragen auf. So verwies Hans Koch auf die dort verlaufenden Leitungen der örtlichen Wasserversorgung. Die Einhaltung der Abstandsflächen sei damit als problematisch anzusehen.

Hans Martin Grötsch bezweifelte, ob in einem ausgewiesenen Wohngebiet überhaupt eine landwirtschaftliche Gerätehalle zulässig sei. Das verneinte Bürgermeister Bernhard Köller. Angesichts des geltenden Flächennutzungs- und Bebauungsplans dürfte von der Baubehörde keine Zustimmung für dieses Vorhaben zu erwarten sein. Über diese Aussichten habe er den Antragsteller bereits informiert. Nach dessen Einschätzung komme ein anderes seiner Grundstücke für die Gerätehalle nicht infrage. "Guter Rat ist hier teuer", fasste Köller die Ausgangslage zusammen. Er wolle im Marktrat offen über den Antrag diskutieren und lege dazu keinen Beschlussvorschlag vor.

Ein Gespräch mit dem Antragsteller regte Hans Koch an, um eine gute Lösung für alle Beteiligten zu finden. Eine Genehmigung für die Halle werde ohne eine Änderung des Flächennutzungsplans nicht zu bekommen sein. Dazu bedürfe es eines Anhörungsverfahrens, in dem Einwände von Umweltschützern wegen einer Streuobstwiese zu erwarten seien.

Weiter kam zur Sprache, dass ohne eine Anpassung des Flächennutzungsplans das Grundstück nicht erschlossen werden könne. In einem Gespräch könnte nach der mehrheitlichen Meinung des Marktrats die Bereitschaft signalisiert werden, den Flächennutzungsplan zu ändern, wenn der Antragssteller für die Kosten aufkommt.

Im August hat der Marktrat die Änderung des Bebauungsplans Eichbühl in der Gemarkung Kürmreuth auf den Weg gebracht. Sie betrifft nur die Flurnummer 501. Das Bauleitplanverfahren vergab er an das Landschaftsarchitekturbüro Neidl + Neidl. Einstimmig beschloss das Gremium jetzt die öffentliche Auslegung und die Behördenbeteiligung.

Um Ingenieurleistungen ging es bei zwei Punkten aus der Tagesordnung der nichtöffentlichen Sitzung, die der Marktrat noch im Beisein der Zuhörer behandelte. Das alte Schulgebäude soll zu einer Grundschule mit sechs Schulklassen samt Anbau mit einer offenen Ganztagsschule ausgebaut werden. Hier ist die Gemeinde Hirschbach durch den Schulverband beteiligt. Es fallen somit auch Kosten für die Ablöse an den Schulverband an. Der Sportplatz, die Fläche neben der Sporthalle sowie das Beachvolleyballfeld gehen mit ihrem Wert in die Berechnungen ein. Gemeinderat Hans Martin Grötsch erinnerte daran, dass hier "ein Stück weit zweispurig gefahren" werde und die Planungskosten nur einmal gefördert würden. In Sachen Grundlagenermittlung und Vorplanung mit Kostenschätzung bevollmächtigte der Marktrat die Verwaltung für die Vergabe der Aufträge zum Ingenieurangebot.

Beim Neubau einer Kindertagesstätte soll von drei Kindergartengruppen und zwei Kinderkrippengruppen ausgegangen werden. Auch hier ging der Auftrag an die Verwaltung, Ingenieurangebote für die planerischen Grundlagen und eine erste Kostenschätzung einzuholen.

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