22.06.2020 - 16:27 Uhr
KohlbergOberpfalz

Eichenprozessionsspinner in Kohlberg entdeckt

Erwin Peyerl berichtet im Gemeinderat über die Entdeckung des Eichenprozessionsspinners in Kohlberg. Betroffen sind nicht nur einzelne Bäume.

Mit Warntafeln werden die Bürger auf den Eichenprozessionsspinner aufmerksam gemacht.
von Redaktion ONETZProfil

Während einer üblichen Straßenkontrolle stellten Peyerl und sein Kollege Roland Geyer aus Weiherhammer auf der Hohen Straße von Artesgrün nach Weißenbrunn den Befall von Bäumen mit den gefürchteten Eichenprozessionsspinnern fest. "Ungefähr 30 von 45 Eichen sind davon betroffen."

Ein vom Eichenprozessionsspinner befallener Baum auf der hohen Straße, den die Straßenkontrolleure Erwin Peyerl und Roland Geyer entdeckten.

Nur spezialisierte Firmen können die Schädlinge zum Beispiel durch Absaugen der Nester beseitigen oder bekämpfen. Roland Geyer, der außerdem als Baumkontrolleur für den Markt zuständig ist, erklärt die verschiedenen Vorgehensweisen zur Bekämpfung. Ein Angebot wurde bereits angefragt. Gefährlich sind die Tiere wegen ihrer giftigen Brennhaare auch für Menschen. Deshalb muss noch abgeklärt werden, ob eine Sperrung des Fahrrad- und Wanderwegs notwendig ist.

Absperrungen um die befallenen Bäume verdeutlichen die Gefahr, die durch die Eichenprozessionsspinner auch für den Menschen ausgehen.

Gemeindeentwicklung

Bis 2026 hat sich der Marktgemeinderat einiges vorgenommen. Das für alle Mitglieder wichtigste Projekt ist das neue Bürgerhaus. Mit der Baugenehmigung wird in etwa einem Jahr gerechnet. Daneben will sich der Gemeinderat vor allem auf den Flächennutzungsplan konzentrieren. Hier ist frühes Handeln, wie die Aufstellung eines Plans und der Kauf von Bauplätzen wichtig, da der Prozess 10 bis 15 Jahre in Anspruch nimmt.

Zudem soll auch das Gewerbegebiet am Sportplatz beplant werden. Dafür gibt es bereits einige Interessenten. Zur groben Kostenschätzung erklärte Bürgermeister Gerhard List, dass der Quadratmeterpreis von 32 Euro nach der Erschließung gehalten werden könne. Weitere Punkte wie der Ausbau des Hochwasserschutzes, der Lückenschluss des Radwegs, die Bearbeitung des Straßenkatasters inklusive Betrachtung des Kanalzustands, sowie die Erarbeitung eines Pflegekonzeptes sind ebenfalls in den nächsten Jahren geplant.

Datenschutz und illegaler Müll

Der Beschluss über einen Bauantrag "Im Meister" sowie die Bestellung von Jürgen Hofmann als Datenschutz- und Informationsbeauftragten waren reine Formsache. Unschöne Entdeckungen machte die Gemeinde am Platz des Johannisfeuers „Drom auf der Hoich“. Dieses sei als illegale Müllablagerung für Paletten, Bauholz und Betonschalungen verwendet worden. Bürgermeister List sprach von Sauerei. Vor einer Anzeige scheue die Gemeinde nicht zurück und bittet die Bürger um ihre Mithilfe.

Radweg und Ortsentwicklung

List setzte den Marktrat darüber in Kenntnis, dass der Radweg nun geteert wird. Außerdem gab er bekannt, dass an alle Haushalte im Maßnahmengebiet des Amts für ländliche Entwicklung Flyer und Infobriefe verteilt werden. Darin wird über die Möglichkeit zur Inanspruchnahme privater Förderungen informiert. Der Bürgermeister lädt alle Bürger ein, die eine Maßnahme planen, im Rathaus vorbeizukommen.

Plogging statt Ramadama

Weitere Themen betrafen die Reinigung des Auslaufs der Oberflächenentwässerung am weißen Weg und die Reparatur der kaputten Brücken am Naturerlebnisweg. Über ein Plogging-Projekt anstelle der wegen Corona entfallenen Ramadama-Müllsammelaktion wird im Rathaus nachgedacht. Jogger und Wanderer könnten bei diesem aus Schweden stammenden Trend ihre Freizeitaktivität mit dem Nützlichen verbinden und während ihrer Tour Müll sammeln.

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