12.02.2021 - 09:17 Uhr
KohlbergOberpfalz

Investitionen für "Arche Noach": Kohlberger Marktrat würde gerne mitreden

Knapp 30.000 Euro Ausgaben tischte Kirchenpfleger Leonhard Steinsdörfer für den Kohlberger Kindergarten "Arche Noach" auf. Das schmeckte nicht jedem im Marktgemeinderat.

Für das Kinderhaus "Arche Noach" legte Kirchenpfleger Leonhard Steindörfer den Haushalt vor. Über die ein oder andere Investition gab es Diskussionen im Gremium.
von fsbProfil

Für die vorangegangene Sitzung hatte Kirchenpfleger Leonhard Steinsdörfer dem Marktgemeinderat schriftlich die Haushaltsplanung 2021 für das Kinderhaus "Arche Noach" zur Anerkennung überlassen. Einnahmen in Höhe von 455.500 Euro aus kommunalen und staatlichen Förderansprüchen, Zuschüssen des Bezirks für integrative Kinder und den Elternbeiträgen stehen Ausgaben von 487.500 Euro für Personalaufwand, Geschäftsführung, laufende Kosten und Anschaffungen gegenüber. Daraus ergibt sich ein von der Gemeinde zu tragendes Defizit von 32 000 Euro.

Die geplanten Anschaffungen hatte Steinsdörfer erstmals noch gesondert aufgelistet. Dazu zählen unter anderem Tische und Stühle, Laptop und Beamer sowie ein Sonnenschutz für 3700 Euro. Sie ergeben einen Aufwand von insgesamt 8455 Euro. Zählt man noch die Gebäudeaufwendung mit Spielplatz, den allgemeinen Sachbedarf mit Einrichtung und EDV und das Spiel- und Arbeitsmaterial mit Betreuungsaufwand hinzu, summieren sich diese vier Bereiche auf knapp 30 000 Euro Ausgaben. Daraus ergab sich nun im Marktgemeinderat eine längere Diskussion. Dabei wurde klargestellt, dass es keineswegs um Misstrauen gehe, sondern um eine Mitentscheidung des Gremiums bei größeren Investitionen. Daher sollte das Gespräch mit dem Träger gesucht werden, hieß es vonseiten der Räte. Sie beschlossen dann einstimmig, dass das Gremium vom vorgelegten Haushaltsplan Kenntnis nimmt, diesen billigt, aber der Bauausschuss weitere Informationen erhalten möchte.

Zur Investitionskostenbeteiligung der Marktgemeinde am geplanten Neubau eines gemeinsamen Tierheimes für die Stadt Weiden und die Landkreiskommunen standen drei Zahlungsalternativen zur Auswahl. In der ersten Variante wird nach Anzeige des Baubeginns der Zuschuss von 12.194,27 Euro in einer Summe bezahlt, in Variante zwei der gleiche Betrag in drei Jahresraten von 2021 bis 2023 von je 4064,76 Euro ohne Zinsbelastung. Die Variante drei, bei der ein jährlicher Zuschuss einschließlich des Zinsbetrages von 740,82 Euro für 20 Jahre Dauer erforderlich wäre, was eine Gesamtbelastung von 14.816,31 Euro bedeutet, wurde verworfen. Die Verwaltung hielt aus wirtschaftlicher Sicht die Alternative zwei als vorzugswürdig. Mit 11:2 befürwortete das Gremium jedoch die erste Variante, da die Kommune dazu finanziell in der Lage und das Anliegen somit früher erledigt sei.

Im Rahmen der Dorferneuerung Kohlberg II ging es um die Zustimmung zur Planänderung nach dem Beschluss der Teilnehmergemeinschaft. Das betrifft ein weiteres Buswartehäuschen, die Verbindung von der Artesgrüner Straße zum Gasthaus Schwan sowie Lampen- und Baumstandorte. Falls es die Witterung zulässt, soll im März der Baubeginn für die Maßnahmen erfolgen. Mit 13:0 stimmten die Markträte den Änderungen zu. In der alten Hirschauer Straße fanden im Gemeindewald Holzarbeiten statt, damit dort der Boden für einen Waldumbau auf Mischwald bereitet ist. Durch diese Aktion kann von der Gemeinde Brennholz erworben werden.

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