Viele Projekte, wie der Bau der neuen Stadthalle, der Umbau der Bermas-Hallen zum Aribo-Hotel, der Steinwald-Radweg sowie die Rettung des Waldhauses, sind eng mit seinem Namen verbunden. Doch was kommt danach? Der langjährige Erbendorfer Bürgermeister Hans Donko (CSU, 63 Jahre alt) tritt bei den Kommunalwahlen im März nicht mehr an. Seit 1996 steht er an der Spitze der Stadtverwaltung. Er trat damals die Nachfolge von Rudolf Trastl (SPD) an und wurde mit seinen vier Wahlperioden zum dienstältesten Erbendorfer Nachkriegs-Rathauschef. Insgesamt brachte es nur einer auf mehr Dienstjahre: Bürgermeister Achaz Scharsack regierte 35 Jahre lang. Aber das ist schon eine ganze Weile her. Er war von 1748 bis 1783 Bürgermeister.
Drei Kandidaten wollen am 1. Mai auf dem Chefsessel im Rathaus Platz nehmen: Johannes Reger, Bernhard Schmidt sowie Jochen Neumann. Alle drei Bewerber sind waschechte Erbendorfer, im Vereinsleben engagiert, verheiratet und - was besonders wichtig ist - haben Erfahrungen im kommunalen Geschäft. CSU-Kandidat Johannes Reger (Jahrgang 1967) ist seit vielen Jahren Stadtrat und Zweiter Bürgermeister der Steinwaldstadt. der Freie Wähler Bernhard Schmidt (Jahrgang 1972) ist Fraktionssprecher seiner Gruppierung im Stadtrat und Feuerwehrkommandant. Der Parteilose Jochen Neumann (Jahrgang 1967), der für die SPD in den Ring steigt, ist seit 2007 im Rathaus beschäftigt und dort für die Öffentlichkeitsarbeit, das Archiv und verschiedene Verwaltungsaufgaben zuständig.
In der Steinwald-Stadt wird seit Wochen eifrig diskutiert und spekuliert, wer der richtige Nachfolger für Donko ist. Doch wer steht eigentlich für welche Ziele? Wem ist was wichtig? Wem ist es am ehesten zuzutrauen, die Herausforderungen der Zukunft zu meistern? Wer weiß am besten, wo den Bürgern der Schuh drückt? Wer ist ein echter „Macher“? Und vor allem: Was erwarten die Erbendorfer eigentlich von ihrem neuen Bürgermeister?
Alle drei Kandidaten sind seit vielen Jahren auch Mitglied bei der Kolpingsfamilie in Erbendorf. Das hat den katholischen Verband auf die Idee gebracht, die Kandidaten zu einer Podiumsdiskussion an einen Tisch zu holen. Mit Unterstützung des Verlagshauses Oberpfalz-Medien sollen die Bewerber Rede und Antwort stehen. Die Podiumsdiskussion findet am Freitag, 24. Januar, ab 20 Uhr im Kolpinghaus statt. Die Besucher sollen sich dabei live ein Bild von den drei Bewerbern und ihren politischen Zielen machen.
Die Veranstaltung „Erbendorf - Wie geht es weiter?“ beginnt mit einer kleinen Vorstellungsrunde der Kandidaten. Anschließend geht es ans Eingemachte. In verschiedenen Themenblöcken werden die Kandidaten mit den Bürgern diskutieren, was nach der Ära Hans Donko kommen soll. Wo wollen die Bewerber die bisherige Rathauspolitik fortsetzen, wo ist ein Kurswechsel geplant?Auch kritische Themen - wie der Bau eines Windparks im Hessenreuther Wald und die freie Jugendarbeit - sollen dabei nicht ausgespart werden.
Die Kolpingfamilie und Oberpfalz-Medien bieten dabei allen interessierten Bürgern die Möglichkeit, bei der Themenplanung ein gewichtiges Wörtchen mitzureden. Die Bürger sind aufgefordert, vorab Fragen, auf die sich die Kandidaten vorbereiten sollen, per E-Mail an Oberpfalz-Medien zu schicken (Adresse redek[at]oberpfalzmedien[dot]de). Die Kolpingfamilie und das Medienhaus bitten darum, von dieser Möglichkeit reichlich Gebrauch zu machen. „Damit haben die Kandidaten die Chance, sich auf spezielle Fragen vorzubereiten und für die Beantwortung wichtige Fakten vorher zu recherchieren. Damit vermeiden wir, dass heikle Themen mit Aussagen wie ,Das kann ich jetzt so aus dem Stegreif nicht sagen’ vom Tisch gewischt werden“, erläutern Kolping-Vorsitzender Wenz Brenner und Redakteur Wolfgang Benkhardt von Oberpfalz-Medien, der die Diskussion leiten wird. Fragen an die Kandidaten können natürlich auch bei der Podiumsdiskussion spontan gestellt oder vorher schriftlich in eine Box geworfen werden. Der Zitherclub umrahmt die Veranstaltung, bei der es auch Getränke, Brezen und Leberkässemmeln gibt, musikalisch.





















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