15.11.2018 - 11:19 Uhr
Kondrau bei WaldsassenOberpfalz

Die Heimatgeschichte der ehemaligen unteren Gemeinde Kondrau

Ein stattliches Werk wird in Kürze im Gasthof Sommer in Kondrau vorgestellt. Der Band entstand in mehrjähriger Arbeit durch ein engagiertes Autorenteam.

Eine historische Aufnahme von Kondrau um 1942.
von Autor TMLProfil

Das Buch "Heimatgeschichte der ehemaligen unteren Gemeinde Kondrau" umfasst voraussichtlich etwa 550 Seiten und kostet 34,50 Euro. Herausgeber ist die Stadt Waldsassen. Dem Redaktionsteam gehören an Alois Grillmeier, Hildegard Kneidl, Alexander Kolb, Johann Riedl, Monika Sommer, Robert Sommer und Robert Treml. Der einst zweigeteilte Ort wird bekanntlich 1257 als "Chantrowe" erstmals urkundlich erwähnt; die beiden Ortsteile waren zu dieser Zeit im Besitz des Klosters Waldsassen und haben dessen Schicksal mit Höhen und Tiefen über Jahrhunderte hinweg geteilt. Dabei war Kondrau für viele Generationen der Mittelpunkt in einem meist entbehrungsreichen Leben und Schauplatz für unzählige menschliche Schicksale. Kondrau war von 1808 bis zur Gebietsreform 1972 auch Sitz einer selbständigen, stattlichen Gemeinde mit 6 Dörfern. Die "untere Gemeinde" wurde dann in die Stadt Waldsassen eingegliedert, während die "obere Gemeinde" zur Marktgemeinde Konnersreuth kam.

Überregional bekannt wurde die ehemalige Gemeinde durch die Kondrauer Mineral- und Heilquellen und die daraus gewonnenen Produkte. Dabei war Kondrauer ehedem auch "Königlich bayerischer Hoflieferant". So ist das Kondrauer Mineralwasser auch heute noch "in aller Munde". Das Buch ist in mehrere Abschnitte gegliedert. Nach den Grußworten von Landrat Wolfgang Lippert, Bürgermeister Bernd Sommer und dem Redaktionsteam wird zunächst die allgemeine Geschichte präsentiert mit Beiträgen zu den Kondrauer Mineralquellen, zum Siedlungsnamen und insbesondere mit einem fundierten Aufsatz von Adalbert Busl zur Geschichte Kondraus im Mittelalter und in der Neuzeit. In einem längeren Beitrag wird auch die Geschichte der ehemaligen politischen Gemeinde Kondrau behandelt. Der zweite Absatz befasst sich mit den Priestern und Ordensleuten, die aus der unteren Gemeinde Kondrau hervorgegangen sind. Dann folgen Beiträge zu den Themen Krieg und Vertreibung sowie zu den Bereichen Land- und Forstwirtschaft sowie zu den Gewerbebetrieben.

Eine umfangreiche Darstellung erfahren die einstigen und heutigen Vereine in der unteren Gemeinde sowie die Dorfkultur. Hierauf folgt die ausführliche Haus- und Familienchronik für die im Bereich von Kondrau, Netzstahl, Wolfsbühl, Glasmühle und Glaswies gelegenen Höfe und Häuser. Natürlich ist das Werk auch in solider Weise illustriert. Es kann auch bei der Tourist-Info Waldsassen erworben werden.

Der Umschlag des Buches mit der abgebildeten Urkunde, die die Erstnennung von Kondrau als „Chantrowe“

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