Konnersreuth
26.12.2022 - 08:46 Uhr

Acht Waldspechte suchen an Heiligabend Konnersreuth heim

Es war wieder ein großes Spektakel: An Heiligabend suchte die "Specht" die Ortsmitte von Konnersreuth heim. Zahlreiche Schaulustige wollten dabei sein.

Viel los war an Heiligabend in der Mittagszeit am Therese-Neumann-Platz in Konnersreuth: Nach der Corona-Pause suchte heuer wieder die "Specht" den Ort heim. Pünktlich mit dem Glockenschlag um 12 Uhr zogen acht Waldspechte vom „Kreith“ her kommend ein. Dort wartete bereits eine große Menge an Schaulustigen, darunter viele Kinder, um bei der Pflege dieses alten Brauchs dabei zu sein.

Schon seit mehr als 70 Jahren gibt es in Konnersreuth dieses Schauspiel. Der mittlerweile verstorbene Ludwig Günthner hatte diesen Brauch einst wieder salonfähig gemacht. "Ohne ,Specht' kein Christkind", hieß es fortan wieder. Über viele Jahrzehnte hinweg organisierte er das „Spechten-Gehen“ an Heiligabend, das immer mehr Anklang fand. Seit 2018 nimmt sich nun Stephan Lauterbach dieser Aufgabe an, wobei die Veranstaltungen 2020 und 2021 wegen Corona ausfallen mussten.

Nun konnten die wilden Gesellen mit mächtiger Nase und Sichel in der Hand also wieder ihr Unwesen treiben. So manches Kind beäugte die Gestalten zunächst ängstlich, aber diese gaben sich zahm. Im Gegenzug für Brot- oder Fischreste und verteilten die Spechte Süßigkeiten an die Mädchen und Buben. Natürlich wurden viele Handys gezückt, um das Spektakel mit der Kamera festzuhalten.

Nach gut 30 Minuten war das Gastspiel der "Specht" wieder vorbei. Stephan Lauterbach selbst hatte übrigens kein Kostüm angelegt. „Ich kann nicht mitgehen, irgendjemand muss die Spechte ja anziehen“, erklärte er auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien.

 
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