17.11.2019 - 12:23 Uhr
KonnersreuthOberpfalz

Mit Erfahrung und Offenheit ans Ziel

Seit fast zwölf Jahren ist Max Bindl als Bürgermeister im Amt. Und nach dem Willen der Freien Wähler soll sich daran auch nichts ändern: Einstimmig nominierten sie den Amtsinhaber und die Marktratsliste für die Kommunalwahl 2020.

Max Bindl (Zweiter von links) bewirbt sich um eine dritte Amtszeit als Bürgermeister. Ehefrau Helga, Freie-Wähler-Fraktionssprecher und Zweiter Bürgermeister Reinhard Wurm (links) sowie Landratskandidat Ely Eibisch gratulierten zur einstimmigen Nominierung.
von Josef RosnerProfil

Alle 29 Stimmberechtigten sprachen sich am Samstagabend im Gasthaus "Kouh-Lenzen" dafür aus, dass sich ihr Vorsitzender Max Bindl um eine dritte Amtsperiode bewirbt. Geschlossen wurde auch die Marktratsliste mit 24 Kandidaten angenommen. Darauf zu finden sind neben Max Bindl alle fünf amtierenden FW-Markträte und mit Robert Günthner auch ein früheres CSU-Marktratsmitglied. 21 der 24 Bewerber sind Männer, der Altersdurchschnitt liegt bei 48 Jahren.

FW-Marktratsfraktionssprecher und Zweiter Bürgermeister Reinhard Wurm verwies eingangs auf die kommunalpolitische Erfahrung von Max Bindl, der seit 1990 dem Marktrat angehört. 2008 wurde Bindl der erste Konnersreuther Bürgermeister aus den Reihen der Freien Wähler. "Das war für uns alle schon ein besonderer Moment", sagte Wurm. Gleichzeitig erinnerte Wurm daran, dass sich Bindl nach der Wahl zwei Jahre lang damit habe beschäftigen müssen, die Verwaltung wieder auf Vordermann zu bringen. "Das war damals keine leichte Zeit", betonte Wurm.

Viele Projekte umgesetzt

Wurm bezeichnete Max Bindl als geradlinigen Menschen, der sein Wort auch halte, wenn er etwas sage. Im Rückblick auf die vergangenen zwölf Jahre stellte Wurm heraus, dass die Freien Wähler vieles erreicht hätten. "Wir haben viele Fördertöpfe angezapft und Projekte umgesetzt." Wurm zeigte sich erfreut, dass Bindl erneut antritt und bat um Unterstützung.

In seiner Bewerbungsrede machte Max Bindl deutlich, dass er sich trotz seiner 60 Jahre noch jung und fit fühle. "Ich habe genügend Lebenserfahrung gesammelt, die ich weiter für Konnersreuth einbringen will." Durch seine 45-jährige Tätigkeit am Landratsamt - zunächst als Straßenwärter und dann als freigestellter Gesamtpersonalratsvorsitzender - sowie als Bürgermeister habe er sich ein Netzwerk mit guten Kontakten zu den einzelnen Sachgebieten und Abteilungen aufgebaut. Wichtig seien ihm Ehrlichkeit, Offenheit, soziale Gerechtigkeit, Fairness, Respekt und Anerkennung, wie er betonte. "Ich denke schon, dass ich sachlich, bürgernah, transparent und nicht überheblich bin", so Bindl. "Ich pflege immer das Gespräch und den Dialog mit dem Marktrat, aber auch mit allen Bürgerinnen und Bürgern." Er sei ein geselliger Mensch, der aber hin und wieder auch Freiräume brauche, um wieder Kraft zu schöpfen.

Dank zollte Bindl seiner Verwaltung, auf die er sich immer habe verlassen können. "Mit mir kann man über alles reden, keiner braucht Berührungsängste zu haben. Ich lasse mich trotz meiner vielen Erfahrungen auch von Neuem überzeugen, ich bin offen für alles Neue und habe keine Vorurteile." Gerne wolle er mit allen Altersschichten ins Gespräch kommen.

Fest vor Ort verwurzelt

Konnersreuth und die Region lägen ihm sehr am Herzen, wie Max Bindl weiter ausführte. Er wolle begonnene Projekte fortsetzen, zu Ende bringen und Neues angehen. "Konnersreuth muss lebens- und liebenswert bleiben, Konnersreuth hat großes Potenzial - dafür stehe ich ein." Herausforderungen, die der Wandel der Zeit mit sich bringe, nehme er gerne an. Bindl: "Ich bin in Konnersreuth fest verwurzelt, dou bine daham."

Freie-Wähler-Landratskandidat Ely Eibisch warb in einer knapp einstündigen Rede für sich und seine Ziele und stellte dabei seine kommunalpolitische Erfahrung heraus. Lobend äußerte er sich über Wolfgang Lippert, der ihn persönlich gefragt habe, ob er sein Nachfolger werden wolle. Beeindruckend sei Lipperts Führungsstil und sein Umgang mit den Menschen. "Das ist für mich Ansporn genug, seine erfolgreiche Arbeit fortzusetzen."

Junge Leute mehr einbinden

Der Kreisbauernobmann und stellvertretende Bezirksbauernobmann kündigte "Runde Tische" an, so dass die Menschen wieder stärker miteinander ins Gespräch kommen. Als weiteres Ziel nannte er die Gründung eines Jugendparlaments: "Junge Leute müssen in unsere Entscheidungen noch mehr eingebunden werden. Ich will junge Leute auch für die Politik begeistern." Als große Chance nannte er ein mögliches Intersektorales Gesundheitszentrum (IGZ) in Waldsassen.

Ihre Listenkandidaten nominierten am Samstag die Freien Wähler Konnersreuth. Im Bild (sitzend, von links) Edwin Pfohl, Natalie Lochner, Max Bindl, Beate Thoma und Reinhard Wurm sowie (stehend, von links) Florian Schaumberger, Markus Konrad, Norbert Neumann, Klaus Richtmann, Anton Lang, Hugo Hofmann, Landratskandidat Ely Eibisch, Robert Günthner, Reinhard Ernstberger, Stefan Siller, Richard Schiedeck, Lorenz Haberkorn, Michael Schiedeck, Siegfried Schiml, Gerhard Haberkorn und Maximilian Haberkorn.
Information:

Die Listenkandidaten der Freien Wähler Konnersreuth

1. Max Bindl, 2. Reinhard Wurm, 3. Edwin Pfohl, 4. Stefan Siller, 5. Natalie Lochner, 6. Siegfried Schiml, 7. Michael Schiedeck, 8. Markus Konrad, 9. Maximilian Haberkorn, 10. Marion Burger, 11. Florian Schaumberger, 12. Norbert Neumann, 13. Richard Schiedeck, 14. Martin Fellner, 15. Lorenz Haberkorn, 16. Beate Thoma, 17. Reinhard Ernstberger, 18. Bruno Kraus, 19. Wolfgang Weiß, 20. Gerhard Haberkorn, 21. Robert Günthner, 22. Anton Lang, 23. Klaus Richtmann, 24. Hugo Hofmann. Ersatzkandidaten: Peter Bauernfeind und Christina Fellner.

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