22.11.2019 - 15:15 Uhr
KonnersreuthOberpfalz

Für aktive Politik mit rotem Faden

Der Chefsessel im Rathaus und drei Sitze im Marktrat - so lauten die erklärten Ziele der SPD Konnersreuth für die Kommunalwahl 2020. Einstimmig nominierte der Ortsverein seinen Bürgermeisterkandidaten Wolfgang Pötzl und die Listenbewerber.

Der SPD-Ortsverein Konnersreuth präsentierte am Donnerstag seine Marktratskandidaten. Im Bild (von links) Kreisrat Johann Brandl, Landratskandidat Thomas Döhler, Christina Martin, Alexander Martin, Sonja Zimmermann, Markus Wenisch, Tobias Wenisch, Bürgermeisterkandidat Wolfgang Pötzl, Herbert Neumann, Edgar Wenisch, Gerald Härtl, Thomas Reiter, Kreisrätin Hannelore Bienlein-Holl, Tobias Proksch, Anni Kreuzer und Tanja Zangger-Gradl.
von Josef RosnerProfil

"Wir wollen es diesmal wissen, wir meinen es ernst!", betonte Ortsvorsitzender Markus Wenisch am Donnerstagabend in Bezug auf das Bürgermeisteramt. Bei der Versammlung im Gasthaus "Kouh-Lenzen" hatten sich zu den zehn Stimmberechtigten auch parteilose Unterstützer gesellt. Letztere machen auch einen Teil der Listenkandidaten aus. 5 der 16 Bewerber sind Frauen.

"Die Konnersreuther haben es satt, dass im Rathaus seit Jahrzehnten versucht wird, so viel wie möglich unter den Tisch zu kehren", sagte Markus Wenisch. "Nur unsere Fraktion bleibt konsequent in ihren Entscheidungen, auch wenn man so manches Mal allein dasteht." Die SPD votiere nicht aus Prinzip mit Nein, sondern nur dann, wenn das, was die anderen Fraktionen sorglos durchwinkten, Mist sei. "Es ist unsere Pflicht, dagegen einzuschreiten." Verfolgt werde eine Politik, bei der ein roter Faden zu erkennen sei.

"Verdammt starke Liste"

Wenisch sah in Wolfgang Pötzl den "geeigneten Mann für Konnersreuth". Für das Amt des Bürgermeisters qualifiziere diesen nicht nur das gesellschaftliche Engagement, sondern auch der Beruf als Finanzbeamter. "Wolfgang Pötzl verfolgt geradlinig seinen Weg und lässt sich von nichts und niemandem beeinflussen", so Wenisch weiter. Pötzl verkörpere eine neue Generation der Kommunalpolitik, die mit dem Blick nach vorne gestalten wolle. "Ich bin sicher, er kann es schaffen. Er wird es schaffen", betonte Wenisch und sprach nicht zuletzt von einer "verdammt starken Liste".

Wolfgang Pötzl präsentierte sein Wahlprogramm, das er mit den Schlagworten "selbstständiges Handeln, transparentes Kommunizieren und fortschrittliches Agieren" überschrieb. "Es wird Zeit, die Oppositionsrolle abzulegen und Ziele und Ideen aus vorderster Position umzusetzen", so Pötzl. "Unsere Marktgemeinde braucht wieder ein selbstständig agierendes Oberhaupt." Der 35-Jährige, der seit 2014 dem Marktrat angehört, erklärte: "Ich gehöre nicht zu der Sorte Kommunalpolitiker, die mehr mit Händeschütteln zu tun haben als mit wirklich politischer Arbeit. Mir geht es um die Menschen und deren Lebensumfeld." Kommunalpolitik müsse für die Menschen da sein und nicht anders herum. Ein wichtiges Ziel sei es, mehr Einnahmen zu schaffen - durch erneuerbare Energien, Stärkung vorhandener Betriebe und Unterstützung von ansiedlungswilligen Firmen. Pötzl kritisierte, dass man sich in der Gemeinde auf Stabilisierungshilfen konzentriert habe anstatt selbst für mehr Einnahmen zu sorgen. Pötzl machte deutlich, dass ein fertig ausgearbeiteter Energienutzungsplan vorliege, in der Nutzung von Biomasse, Biogas, Solar- und Windenergie stecke viel Potenzial. "Als Bürgermeister muss man bereits im Vorfeld agieren und nicht erst reagieren", sagte Pötzl zum Thema Stromtrasse.

Einsetzen wolle er sich auch für bezahlbaren Wohnraum, der etwa durch ein Mehrfamilienwohnhaus-Projekt entstehen könnte. "Maximale Priorität" habe für Pötzl der Hochwasserschutz. Nur Dank der SPD sei eine hydrotechnische Studie in Auftrag gegeben worden. Deren Ergebnisse gelte es schnellstmöglich umzusetzen.

Landratskandidat Thomas Döhler stellte sich und seine Ziele kurz vor. Kreisrat Johann Brandl zeigte sich von der Liste der Konnersreuther SPD beeindruckt. "Typisch Konnersreuth", meinte Kreisrätin Hannelore Bienlein-Holl zur Nominierungsversammlung und lobte die gute Organisation. Besonders freute sich die "Mutter des SPD-Ortsvereins Konnersreuth", wie Markus Wenisch sie nannte, über eine ausgewogene Liste mit fünf Frauen.

Podiumsdiskussion gefordert

In seinem Schlusswort warb Markus Wenisch für eine Podiumsdiskussion mit den drei Bürgermeisterkandidaten. Kritik übte er an Andreas Malzer (CSU), weil sich dieser schon ablehnend geäußert habe. Von Max Bindl (Freie Wähler) stehe noch eine Antwort aus.

Einstimmig wurde der 35-jährige Finanzbeamte Wolfgang Pötzl (Mitte) als SPD-Bürgermeisterkandidat nominiert. Es gratulierten Ortsvorsitzender Markus Wenisch (rechts) und Landratskandidat Thomas Döhler.
Die Kandidatenliste der SPD Konnersreuth:

Die Liste der SPD Konnersreuth

1. Wolfgang Pötzl, 2. Sonja Zimmermann, 3. Edgar Wenisch, 4. Tobias Proksch, 5. Alexander Martin, 6. Markus Wenisch, 7. Herbert Neumann, 8. Desiree Gradl, 9. Thomas Reiter, 10. Anni Kreuzer, 11. Christina Martin, 12. Tobias Wenisch, 13. Gerald Härtl, 14. Tanja Zangger-Gradl, 15. Lothar Mannl, 16. Stephan Zimmermann. Ersatzkandidatin ist Helga Mannl. (jr)

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