(jr/rti) Ende Juli, Anfang August habe das Staatliche Straßenbauamt Amberg-Sulzbach nach Aussage von Schiedeck an der Staatsstraße von Konnersreuth nach Arzberg Lebensraum von Tieren "willkürlich vernichtet". Schiedeck habe dies der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Tirschenreuth gemeldet, die diesen Ort bereits inspiziert und sich ebenfalls fassungslos gezeigt habe.
Völlig grundlos, so der Preisdorfer, sei der Bereich beim Regenrückhaltebecken, kurz vor der Einfahrt nach Höflas, ausgemäht worden. "Die haben dort eine Mulchmaschine reingeschickt und diese hat ganze Arbeit geleistet." Sie habe Gelege von Vögeln wie Feldlerche und weiterer Tiere, die sich dort zurückgezogen haben, vernichtet. Entgegen geltender Naturschutzrichtlinien, so Schiedeck, welche eine Rückschneidung nur auf das notwendige Maß fordern, sei hier großflächig alles niedergemäht worden.
"Dabei war die befestigte Zufahrt frei befahrbar, kein Lichtraumprofil war betroffen, 50 Meter betrug der Abstand zur Staatsstraße." Schiedeck moniert vor allem den Zeitpunkt dieser umfassenden Mähaktion. Er fragt: "Warum wurde nicht bis in den Herbst gewartet?" Der Preisdorfer verweist darauf, dass der Gesetzgeber den "kleinen Mann" nahezu täglich auffordere, Natur- und Umweltschutz zu beachten, während die verantwortlichen Behörden genau das Gegenteil machten. Schiedeck fordert, dass der Wissensstand der Verantwortlichen des Straßenbauamtes in fachlicher Sicht schnellstens auf Vordermann gebracht wird. "So kann man mit der Natur nicht umgehen."
Auf NT-Nachfrage wollte sich das Staatliche Straßenbauamt vor einer Prüfung der Angelegenheit nicht zu den Vorwürfen äußern.
















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.