Konnersreuth
20.11.2018 - 15:53 Uhr

"Grölldeifl" verlassen Konnersreuth

"Um den ganzen Streitigkeiten aus dem Weg zu gehen haben die Grölldeifl beschlossen, den Krampuslauf nicht mehr in Konnersreuth stattfinden zu lassen", so in der Stellungnahme der Initiatoren mit dem Titel "Der Klügere gibt nach".

Die neuerliche Diskussion wegen des Auftritts am Nikolausabend lässt die Grölldeifl zürnen: Die Initiatoren haben beschlossen, Konnersreuth zu verlassen und die Show dafür am 5. Dezember am Mitterhof zu präsentieren. Bild: exb
Die neuerliche Diskussion wegen des Auftritts am Nikolausabend lässt die Grölldeifl zürnen: Die Initiatoren haben beschlossen, Konnersreuth zu verlassen und die Show dafür am 5. Dezember am Mitterhof zu präsentieren.

Damit reagieren die "Grölldeifl" auf die Diskussion in der Jungbürgerversammlung: Dort war die Terminüberschneidung am 5. Dezember – Nikolausbesuch auf der einen Seite und der Krampuslauf auf der anderen – thematisiert worden. Dieses Jahr wird der Krampuslauf am Mitterhof bei Waldsassen stattfinden – ebenfalls am 5. Dezember. Die Grölldeifl-Vertreter erinnern an ein erstes offizielles Gespräch bereits 2016 mit Bürgermeister Max Bindl und Vertretern des Burschenvereins: Wegen "Zeitunstimmigkeiten" beider gleichzeitig stattfindenden Veranstaltungen am 5. Dezember - Nikolausbesuch bei den Kindern und Krampuslauf - sei schon damals beschlossen worden, dass es für beide Parteien kein Problem zwecks Überschneidungen mehr darstellt, wenn die Grölldeifl den Beginn ihrer Veranstaltung auf 20 Uhr am gleichen Tag legen. Dies sei unter den anwesenden Vertretern mit Handschlag besiegelt worden und durch Bürgermeister Bindl schriftlich festgehalten worden.

Eine Bereicherung für die Region sein will die Gruppe, die sich der Pflege von Tradition und Brauchtum verschrieben hat. „Wir hoffen, dass aufgrund unserer Entscheidung das Thema hiermit endgültig erledigt ist, und freuen uns mit euch auf eine schöne Weihnachtszeit“, so ein Sprecher der „Grölldeifl“ im Hinblick auf den „Umzug“ nach Waldsassen.

Die „Grölldeifl“ beklagen, dass – trotz der Einigung im Jahr 2016 – es weiterhin, wie es heißt, „Unruhen von verschiedenen Seiten“ gegen die Gruppe mit ihren aufwendigen und geschnitzten Masken gegeben hat. „Trotzdem bedanken wir uns bei allen Besuchern, Gönnern und Freunden, die uns bis zum heutigen Tag in Konnersreuth unterstützt haben“, heißt es in der Stellungnahme.

„Wir wollen die alte Tradition des Krampuslaufs am 5. Dezember auf jeden Fall aufrecht erhalten.“ Wichtig ist den Initiatoren noch der Hinweis auf die Absprache mit zwei Vertretern von Vereinen, die in Waldsassen Nikolaus-Hausbesuche anbieten. Die Vorsitzenden hätten mit dem „Grölldeifl“-Auftritt am selben Abend kein Problem gehabt.

Bürgermeister Max Bindl bedauert sehr, dass die Gruppe künftig nicht mehr in Konnersreuth auftreten wird. „Das finde ich sehr, sehr schade“, erklärte Bindl auf Anfrage von Oberpfalz-Medien. „Das war immer ein schöner Event für uns.“ Er, Bindl, habe immer versucht allen Seiten gerecht zu werden. Auch ist Bindl nach wie vor der Meinung, dass sich beide Veranstaltungen an einem Abend vereinbaren lassen, „... wenn man sich einander respektiert“.

Konnersreuth16.11.2018
 
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