10.04.2019 - 14:15 Uhr
KonnersreuthOberpfalz

Das Leiden hat sie stärker gemacht

Pfarrer Hermann Drischberger erinnert bei Resl-Gebetstag an Gemeinsamkeiten von Therese Neumann und Crescentia Höss.

Pfarrer Sven Raube, Pater Benedikt Leitmayr, Pfarrer Hermann Drischberger und Kaplan John (von links) beim Gottesdienst zum Resl-Gebetstag.
von Josef RosnerProfil

Besuch aus seiner Heimat hatte am Montagabend der Konnersreuther Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr. Hauptzelebrant und Prediger beim Resl-Gebetstag war Pfarrer Hermann Drischberger, einst Pfarrer in Wellheim, wo Pater Benedikt Leitmayr her stammt. Heute wirkt Pfarrer Drischberger in Sulzberg (Dekanat Kempten).

Zum 121. Geburtstag von Therese Neumann fand der Resl-Gebetstag bereits am 8. April statt, weil der Monatsachtzehnte auf den Gründonnerstag fällt. Mit am Altar standen auch Pfarrer Sven Laube aus Wilhelmsthal und Kaplan John vom Kloster Fockenfeld. Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Chor "Fontana di Vita" bereichert.

Pfarrer Hermann Drischberger berichtete, dass Therese Neumann ihm seit langem ein Begriff sei, nicht zuletzt deshalb, weil sie das Leiden Christi angenommen habe. In seiner Predigt sagte er Gast aus dem Allgäu, dass die Resl vieles mit der 2001 heilig gesprochenen Crescentia Höss gemeinsam habe. Diese war einst Oberin eines Klosters in Kaufbeuren. Auch dorthin pilgerten die Menschen mit ihren Anliegen. Beide Frauen seien seelenverwandt, so Drischberger. "Therese Neumann und Crescentia Höss lebten beide von der Eucharistie, beide Frauen hatten einen ganz besonderen Bezug zu Jesus Christus." Die heilige Crescentia habe an den Kartagen Visionen gehabt und wie die Resl viel leiden müssen. An beiden Frauen sei sichtbar geworden, dass Liebe und Egoismus nicht zusammen passten. "Erst der leidende Mensch wird zum liebenden Menschen." Pfarrer Drischberger weiter: "Wir Menschen können dem Leid nicht davonrennen, wenn Gott es so will." Es gebe immer wieder furchtbare Schicksalsschläge, mit denen die Menschen geprüft würden. "Mit Gott können wir das Kreuz annehmen und es tragen. Gott bleibt bei uns, er ist uns treu." Dies, so der Geistliche, hätten auch Therese Neumann und Crescentia erfahren dürfen. Beide hätten gemeinsam mit der Kirche ihren Lebensweg bestanden, das Leiden habe sie stärker gemacht. Im Anschluss an den Gottesdienst bewegte sich wieder eine feierliche Lichterprozession zum Grab der Resl auf dem Friedhof.

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