09.11.2020 - 14:29 Uhr
KonnersreuthOberpfalz

Sanierungsprojekte in Konnersreuth: Markt- und Pfarrgemeinde geben Überblick

Auf zwei Baustellen in Konnersreuth herrscht reger Betrieb, ein weiteres Projekt steht in den Startlöchern. Die Markt- und die Pfarrgemeinde gaben jetzt Einblicke in den Sachstand. Offen ist, wie es an zwei anderen Stellen weitergeht.

Die Generalsanierung des Resl-Hauses soll so schnell wie möglich beginnen. Bis Ende 2022 sollen alle Maßnahmen abgeschlossen sein.
von Josef RosnerProfil

Die laufenden und anstehenden Sanierungsprojekte im Ortskern standen jetzt im Mittelpunkt eines Informationsgesprächs mit Bürgermeister Max Bindl und Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr im Rathaus. Dort ist seit Juli die energetische Sanierung im Gange, die im Dezember angeschlossen sein soll. Zu den Kernmaßnahmen zählten das Legen neuer Drainagen, der Einbau neuer Fenster und einer neuen Eingangstür und das Versehen der Außenfassade mit einer neuen Dämmung. Derzeit erhält das Gebäude einen neuen Anstrich.

Segnung Ende Mai 2021

Die Segnung des Informations- und Begegnungszentrums im Schafferhof war für den 16. Mai 2021 geplant, doch an diesem Tag findet die Erstkommunion statt. Deshalb werde man den Termin verschieben. "Wir planen jetzt Ende Mai den Festakt mit der kirchlichen Segnung", so Bindl. Derzeit laufen auf dem Schafferhof-Gelände vor allem Arbeiten an den Außenanlagen. Vergeben wird im nichtöffentlichen Teil der Marktratssitzung an diesem Donnerstag der Auftrag für die Ausstattung des Theres-Neumann-Museums. Zudem läuft derzeit das Bewerbungsverfahren für die Einstellung von zwei hauptamtlichen Museums-Kräften, wie Bindl weiter informierte.

Auf Nachfrage erklärte der Bürgermeister, dass auch Sonderausstellungen geplant seien. Die anvisierten Investitionskosten könnten eingehalten werden. Max Bindl und Pater Benedikt zeigten sich von einer Bereicherung der Marktgemeinde durch das Museum überzeugt. "Glaube, Leben und Information stehen im Mittelpunkt. Wer Konnersreuth und das Museum besucht hat, sollte Theres Neumann kennen", betonte Pater Benedikt.

Abschluss bis Ende 2022

Zur geplanten Generalsanierung des Resl-Hauses erklärte der Pfarrseelsorger: "Wir bemühen uns, so bald wie möglich zu beginnen." Bauherr ist bekanntlich die Kirchenstiftung. Investiert werden nach ersten Schätzungen rund 1,4 Millionen Euro, wobei für die förderfähigen Kosten mit Zuschüssen in Höhe von 90 Prozent gerechnet wird. Die Marktgemeinde unterstützt die Sanierung mit 120 000 Euro, den Rest trägt die Pfarrei. Ziel ist es laut Pater Benedikt, die Sanierung bis Ende 2022 abzuschließen. Mit den Planungen wurde Architekt Gerhard Plaß betraut.

Durchgeführt werden soll im kommenden Jahr auch die Innen- und Außensanierung der Kalvarienbergkapelle, die 1822 errichtet wurde. Bauherr ist hier als Eigentümer die Marktgemeinde. Im Boot sei dabei auch die Denkmalpflege. Ein Kostenplan stehe noch nicht fest.

Bürgermeister Bindl ging kurz auch auf das Volksbank-Raiffeisenbank-Gebäude ein. Wie berichtet, wird das Unternehmen die Konnersreuther Geschäftsstelle zum Jahresende schließen. Was mit dem Gebäude passiert, das sich im Eigentum der Bank befindet, sei offen. Darüber werde man noch im Marktrat sprechen.

Zur Zukunft von Fockenfeld teilte Pater Benedikt mit, dass die Gebäude nach wie vor zum Verkauf stünden und weiterhin Gespräche liefen. Interessenten gebe es, weitere Auskünfte gab Benedikt aber nicht. An der Suche nach einer Lösung für die künftige Nutzung sind seit einiger Zeit unter anderem die Kommunen Waldsassen, Mitterteich und Konnersreuth sowie das Kloster Waldsassen beteiligt.

Energetisch saniert wird derzeit das Rathaus in Konnersreuth

Konnersreuth
Auf dem Schafferhof-Areal nehmen nun auch die Außenanlagen im Innenhof langsam Formen an.
Arbeiten an den Außenanlagen des Schafferhofs laufen unter anderem beim künftigen Haupteingang.
Im Zuge der energetischen Sanierung erhält das Konnersreuther Rathaus auch einen neuen Anstrich.

 

 

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