Eine Gruppe der Freien Wähler besichtigte kürzlich die Wasserversorgungsanlage der Konnersreuther Gruppe, um sich auf den neuesten Stand zu bringen. Bauhofleiter und Wasserwart Alfons Haberkorn hieß die Gruppe um Vorsitzenden Max Bindl im Quellengebiet willkommen, das sich auf Waldsassener Gemeindegebiet befindet. Die Quelle 1 weise dabei die größte Schüttung mit über 2,7 Liter pro Sekunde auf. Das gesammelte Wasser wird über einen Sammelschacht zum Pumpenhaus in Groppenheim gefördert.
Die landwirtschaftlichen Flächen, die im Quellenschutzgebiet liegen, werden von den Landwirten schonend bewirtschaftet und gedüngt. Hier arbeite man eng mit der Gesellschaft für angewandte Geoökologie und Umweltschutz zusammen, die diese Einzugsflächen untersuchen und Anbau- und Düngungs-Empfehlungen aussprechen. Der Wasserzweckverband verpflichtet sich im Gegenzug, Entschädigungszahlungen an die betreffenden Landwirte zu leisten, so dass die Nitratwerte unterhalb der Grenzwerte bleiben.
Nachrüstung erforderlich
Im Pumphaus wird das geförderte Rohwasser aus dem Quellschutzgebiet in kostbares Trinkwasser verwandelt. Wie Haberkorn betonte, werde das lebensnotwendige Nahrungsmittel mit modernster Technik hochwertig aufbereitet. Nach der UV-Filtrierung wird das Wasser zum Hochbehälter auf den Lehenbühl gepumpt. Wie es weiter hieß, müsse diese Filtrierungsanlage wegen einer auftretenden Eintrübung heuer nachgerüstet werden. Äußerst positiv herausgestellt wurde bei der Begehung die Entscheidung aus dem Jahr 1993, sich der Wasserversorgung der Steinwaldgruppe anzuschließen. Dadurch könne man etwa bei Trockenheit die eigenen Quellen entlasten. Ein Übergabeschacht befindet sich bei Rosenbühl. Die Konnersreuther Gruppe hat dazu einen Wasserliefervertrag abgeschlossen. Dieses "zweite Standbein" sei aus der Konnersreuther Trinkwasserversorgung nicht mehr wegzudenken.
Beim Hochbehälter am Lehenbühl erklärte Wasserwart Alfons Haberkorn, dass hier 400 Kubikmeter Trinkwasser vorgehalten würden, die für das gesamte Versorgungsgebiet bestimmt seien. Im Kellergeschoss erläuterte er die jeweiligen Vorgänge bei der Verteilung des Wassers in die Versorgungsgebiete. Alfons Haberkorn machte deutlich, dass man Fehlerquellen aufgrund der Netzstruktur schnell eingrenzen könne. Die Fernüberwachung der gesamten Anlage ist vom gemeindlichen Bauhof aus möglich. Dort werden auch Verbrauchszahlen, Störmeldungen und andere Ereignisse dokumentiert.
100 000 Kubikmeter
Auf Nachfrage war zu erfahren, dass im gesamten Versorgungsgebiet jährlich über etwa 100.000 Kubikmeter Wasser benötigt werden. Durch die eigenen Quellen und auch in Kooperation mit der Steinwaldgruppe könnten der Bedarf abgedeckt und auch der Feuerschutz gewährleistet werden. Die gesamte Anlage wird laut Haberkorn ständig gewartet und durch die staatlichen Behörden überprüft. Auch regelmäßige Probenentnahmen stellten sicher, dass das Grundnahrungsmittel Wasser stets in einwandfreiem Zustand an die Einwohner geliefert wird.













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