Kornthan bei Wiesau
28.09.2021 - 11:06 Uhr

Kornthaner Dorfglocke auch auf dem Dach des Aslhofes

Mehr als drei Jahrzehnte lang war der Aslhof der Familie Zrenner (idyllisch am Kornthaner Weiher gelegen) ein Standort der Kornthaner Dorfglocke. Bild: wro
Mehr als drei Jahrzehnte lang war der Aslhof der Familie Zrenner (idyllisch am Kornthaner Weiher gelegen) ein Standort der Kornthaner Dorfglocke.

„Der Rückblick ist leider unvollständig“, kommentiert der Kornthaner Land- und Teichwirt Wolfgang Stock ein Missgeschick, das ihm vor wenigen Tagen im Gespräch mit Oberpfalz-Medien unterlaufen ist. „Ich hab' nicht mehr daran gedacht, dass die Dorfglocke nach dem Rückbau des Pfeiferhöfls einen Ersatzort gefunden hatte.“ Er informiert: „Sie befand sich danach auf dem Dach des Aslhofes der Familie Zrenner.“

Dies bestätigt auch Edith Zrenner im anschließenden Gespräch mit Oberpfalz-Medien: „Ja, das stimmt. Die Dorfglocke hing über 30 Jahre lang auf dem Dach unseres alten, inzwischen aber zurückgebauten Anwesens.“ Der hölzerne Glockenstuhl wurde seinerzeit von den Brüdern Hans und Erich Lang gefertigt. "Das Läutwerk bestellten wir von der Fachfirma Bayreuther Turmuhren in Eckersdorf", informiert die Kornthanerin. Im weiteren Verlauf der Unterhaltung betont die Bäuerin, dass sich ihre Familie in den Folgejahren auch um Betrieb und Unterhalt der Glocke beziehungsweise des Glockenstuhls gekümmert hat. Finanziell unterstützt wurde die damalige Errichtung auf dem Dach des Familienanwesens durch Spenden aus der Dorfbevölkerung.

Nach dem Rück- und Neubau des Wohnhauses einigte sich die Familie Zrenner darauf, auf einen Glockenstuhl zu verzichten. In einem Jahr aber soll das neue Wahrzeichen, für das man das Südufer des Kornthaner Weihers ins Auge gefasst hat, wieder zum Gebet erinnern. In einem weiteren Gespräch am Samstagnachmittag am Aslhof erklärt Mathias Zrenner: „Für das Engagement sind wir Wolfgang Stock sehr dankbar. Wir sind froh darüber, dass er die Initiative ergriffen und die Wiederinbetriebnahme der Glocke angestoßen hat. Der ehemalige Standort Aslhof sollte aber nicht in Vergessenheit geraten.“

 
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