„Es gibt erfreuliche Neuigkeiten. Sie betreffen Kornthan“, kommentierte Bürgermeister Toni Dutz in der September-Sitzung des Gemeinderats Wiesau vor knapp einem Jahr eine Entscheidung der Dorfgemeinschaft Kornthan. Der Kornthaner CSU-Marktgemeinderat Wolfgang Stock fügte damals hinzu, dass die Dorfglocke restauriert und wieder in Gang gesetzt werde. Der Teich- und Landwirt, der sich persönlich für das Projekt stark gemacht hatte, informierte seinerzeit auch, dass das geplante Vorhaben von der Dorfgemeinschaft mitgetragen werde.
Die Versprechen wurden jetzt erfüllt. Seit wenigen Tagen steht das neue Wahrzeichen am Ufer des großen Kornthaner Weihers. Ganz oben, geschützt von einem Dach, hängt bereits die historische Dorfglocke, die zuvor vom (heute nicht mehr vorhandenen) Pfeifer- und später vom Aslbauer-Anwesen zum Gebet rief. Wegen des fehlenden Glockenstuhls, der in der Planung des neuen Aslbauer-Wohnhauses nicht mehr vorgesehen war, vermisste man das Angelus-Läuten jahrzehntelang.
Dank der Dienste und Arbeiten, die die Dorfbewohner geleistet haben, kann der neue Glockenturm samt Geläut am Sonntag, 18. September, eingeweiht und seiner künftigen Bestimmung übergeben werden. Der Rathauschef ergänzte vor einem Jahr in der Sitzung des Marktrates: „Eine Dorfglocke gehört zur Tradition der kleinen Landgemeinden.“
Nach dem Festakt treffe man sich zu einer gemütlichen Feier beim Gerätehaus der Feuerwehr Voitenthan an deren Standort Kornthan, versprach nun Bürgermeister Toni Dutz am Freitag an der Baustelle im Gespräch mit Oberpfalz-Medien.
Der Entscheidung, einen Glockenturm zu errichten, ging ein Entschluss der Dorfgemeinschaft voraus. An einem Treffen am 15. August 2021 (Mariä Himmelfahrt) nahm ein Großteil der Kornthaner Bevölkerung teil. Das Ergebnis: Die Mehrheit war für eine Reaktivierung der Dorfglocke und den Bau eines freistehenden Glockenturms aus Metall. Geklärt wurde dabei auch der Standort an der von der Interessengemeinschaft favorisierten Bushaltestelle am südlichen Teichufer. Zuletzt waren die erhalten gebliebene rund 40 Kilogramm schwere Glocke und der dazugehörige Elektromotor (samt noch vorhandenem Zubehör) in einem Kornthaner Anwesen aufbewahrt worden.













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