14.01.2020 - 17:17 Uhr
Oberpfalz

Die Kraft der Gedanken

Machen wir uns Stress im Kopf, bekommen wir auch welchen. Doch das funktioniert auch andersherum. Denken wir uns entspannt und gesund, rät die OWZ-Glücksexpertin.

Gedanken haben Macht über unser Befinden.
von Autor EWAProfil

"Noch so viel zu tun, das schaffe ich nie." "Unmöglich." "Das wird heute nicht mehr fertig." "Aber der Auftrag muss heute noch raus." "Das macht mich noch ganz krank." Kommen Ihnen diese Gedanken bekannt vor? Machen Sie sich auch viel zu oft Druck - im Kopf? Dann haben Sie bestimmt schon am eigenen Leib erfahren, welche unglaubliche Macht Gedanken über unser Befinden haben können. Längst wurde auch wissenschaftlich erwiesen: Allein mit der Kraft des Geistes können wir messbar den Pegel des Stresshormons Cortisol in unserem Körper steigen lassen. Kurz gesagt: Machen wir uns also Stress im Kopf, bekommen wir auch welchen.

Die gute Nachricht ist: Das Ganze funktioniert natürlich auch andersherum. Wir können uns auch entspannt oder gesund denken - nicht umsonst wirken ja auch Placebos - oder sogar schlanker. Ja, da haben Sie schon richtig gelesen. Durch Denken abnehmen, sogar das ist möglich. Zumindest, wenn es nach der Professorin Ellen Langer von der Harvard-Universität geht. In einer Studie von 2007 untersuchte sie die Auswirkungen auf die Fitness von Zimmermädchen, wenn diese ihren Job zum sportlichen Training umdefinieren.

Es wurde ihnen gesagt, dass das Aufschütteln von Betten und das Schrubben von Badewannen und Duschen eine Art unkonventionelles Fitnesstraining sei, die Arbeit wurde also zum Sport erklärt.

Und tatsächlich: Nach vier Wochen hatten die an der Studie teilnehmenden Zimmermädchen durchschnittlich ein Kilo abgenommen - allein durch eine veränderte Einstellung zur Arbeit. Das war nur einer von vielen Versuchen, die Ellen Langer zum Thema "Wie viel Macht haben Gedanken über uns?" unternommen hat.

Vielleicht haben Sie auch schon einmal von ihrem wohl berühmtesten Experiment gehört oder gelesen: Alte Herren um die 80 wurden in ein ehemaliges Kloster in New Hampshire eingeladen. Dort war alles so eingerichtet wie in jener Zeit, als die Männer zwanzig Jahre jünger waren. Im Fernsehen lief "Rauchende Colts", auf den Tischen lagen alte Bücher und Magazine, abends wurde etwa über die kubanische Revolution diskutiert. Die Probanden wurden nicht wie sonst betreut oder gepflegt, sie bereiteten ihr Essen selbst zu und machten auch den Abwasch.

Sie ahnen es vielleicht schon: Nach sieben Tagen in der "Zeitkapsel" waren die 80-Jährigen nicht nur wesentlich beweglicher, sie schnitten außerdem bei den Hör-, Seh- und Intelligenztests deutlich besser ab. Also ist auch das Altern nur eine Frage der Einstellung? "Man ist so alt, wie man sich fühlt", sagt man nicht umsonst.

Und tatsächlich ist auch da etwas dran. Fakt ist: Unser Unterbewusstsein hat mehr Kraft, als wir ahnen. Glauben wir an uns selbst, können wir über uns hinauswachsen. Und mit den richtigen Gedanken können wir so einiges für unser Glück tun. Fangen wir also am besten noch heute damit an.

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