21.02.2019 - 15:30 Uhr
Oberpfalz

Die Kraft der Meditation

Still dasitzen und bewusst atmen macht glücklich. Integrieren Sie die Meditation in Ihren Alltag, gönnen Sie sich täglich Zeit der Stille und Achtsamkeit, rät die OWZ-Glücksexpertin.

Tauchen Sie in den ruhigen Strom Ihres Atems ein und lassen Sie Ihre Gedanken einfach vorbeiziehen.
von Autor EWAProfil

"Meditation verleiht uns inneren Frieden, der aus der Stille des Geistes hervorgeht", erklärt Tenzin Gyatso, der den meisten wohl eher als Dalai Lama und geistiges und politisches Oberhaupt der Tibeter bekannt ist. Buddhistische Mönche und Yogis wissen es schon lange, nun ist es auch wissenschaftlich erwiesen: Meditieren hilft uns nicht nur, Stress abzubauen und gelassener zu werden - es macht uns außerdem richtig glücklich. "Einfach still dasitzen und bewusst atmen soll mich glücklich machen?", fragen Sie sich jetzt vielleicht etwas skeptisch. Ja, das tut es. Glauben Sie mir, Meditation kann viel mehr, als Sie sich im Moment vorstellen können.

Probieren Sie es doch einfach aus. Der Einstieg ist ganz einfach, Sie brauchen dafür weder Sportschuhe, noch Schweißbänder oder eine Eintrittskarte. Nicht mal schönes Wetter. Setzen Sie sich ruhig hin, am besten ganz entspannt im Schneidersitz, richten Sie die Wirbelsäule auf und schließen Sie Ihre Augen. Nehmen Sie Ihren Atem ganz bewusst wahr, denken Sie an nichts. Ja, genau darum geht es. Um nichts. Gar nichts. Vergessen Sie Ihre Ängste, Sorgen, Sehnsüchte und Wünsche. Steigen Sie einfach aus der Achterbahn Ihrer Gefühlswelt aus. Tauchen Sie dafür in den ruhigen Strom Ihres Atems ein und lassen Sie Ihre Gedanken einfach vorbeiziehen.

"Das klingt ja ganz einfach", sagen Sie jetzt vielleicht. Ja, tut es. Aber leider ist es gar nicht so einfach, wie es sich anhört. Anfangs gelingt es Ihnen vielleicht nur einige Sekunden, eine Minute vielleicht, einen Augenblick. Doch Übung macht bekanntlich den Meister, das ist auch beim Meditieren nicht anders. Wir sind es gewohnt, immer sofort etwas zu erwarten, wenn wir etwas tun. Vergessen Sie einmal Ihre Erwartungen - und lassen Sie die Meditation einfach zu sich kommen. Integrieren Sie diese am besten in Ihren Alltag, gönnen Sie sich täglich einige Zeit der Stille und Achtsamkeit.

Glauben Sie mir, es lohnt sich. "Unser Gehirn kann durch die Meditation lernen, zur Ruhe und Konzentration zu kommen", erklärt Meditationsforscher Ulrich Ott. "Nach einiger Übung tauchen zwar immer noch Gedanken auf, aber man kann sie angucken und wieder ziehen lassen ..." Diese können so nicht mehr auf den Körper wirken, es werden zum Beispiel keine Stresshormone mehr ausgeschüttet.

Wir kommen zur Ruhe. Und erkennen irgendwann, dass alles - die Angst, die Selbstzweifel, die negativen Erwartungen - eben einfach nur Gedanken sind. Sonst nichts. Wir haben keinen Grund mehr, nicht glücklich zu sein. (ewa)

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