10.11.2020 - 11:18 Uhr
Kreuth bei RiedenOberpfalz

Erfolgreiches Jahr 2019 für Raiffeisenbank Unteres Vilstal

Die Raiffeisenbank Unteres Vilstal verbucht ein solides Jahr 2019. Das betreute Geschäftsvolumen liegt zum Jahresende bei 561 Millionen Euro. Alfred Hantsch und Josef Gilch werden wieder in den Aufsichtsrat der Bank gewählt.

Pandemiebedingt kann die Vertreterversammlung der Raiffeisenbank Unteres Vilstal erst jetzt stattfinden. Erneut in den Aufsichtsrat der Genossenschaftsband gewählt werden Josef Gilch (links) aus Ebermannsdorf und Alfred Hantsch (rechts) aus Schmidmühlen. Für 15 Jahre Tätigkeit im Aufsichtsrat der Bank wird Karl Fochtner (Mitte) geehrt. Ihnen allen gratulieren die Bankvorstände Karl Schlagbauer (hinten links) und Michael Doblinger (hinten rechts).
von Paul BöhmProfil

Corona-bedingt war die eigentlich schon für Ende Juni geplante Vertreterversammlung von Ensdorf nach Kreuth verlegt worden, weil man dort auf größere Räumlichkeiten zurückgreifen konnte. Wie die Versammlung einstimmig auf den Weg brachte, erhalten die Anteilseigner der Raiffeisenbank Unteres Vilstal eine Dividende in Höhe von drei Prozent auf ihre gezeichneten Geschäftsanteile für das Jahr 2019 freuen. Die turnusgemäß ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder Alfred Hantsch aus Schmidmühlen und Josef Gilch aus Ebermannsdorf wurden einstimmig erneut in das Gremium berufen. Für seine 15-jährige Tätigkeit im Aufsichtsrat der Raiffeisenbank Unteres Vilstal erhielt Karl Fochtner eine Ehrenurkunde.

In Anwesenheit der Bürgermeister Erwin Geitner aus Rieden, Peter Braun aus Schmidmühlen, Erich Meidinger aus Ebermannsdorf und Hans Ram aus Ensdorf informierte Aufsichtsratsvorsitzender Alfred Hantsch, dass die betriebswirtschaftlichen Ziele trotz des stärker werdenden Wettbewerbs erneut erreicht und teilweise sogar übertroffen werden konnten. Auch 2019 war die Raiffeisenbank Unteres Vilstal nach seinen Angaben auf dem Wachstumspfad. „Das Geschäftsjahr 2019 kann als erfolgreich und solide bezeichnet werden“, meinte er.

Wie Bankvorstand Karl Schlagbauer informierte, ist das Kundenbetreuungsvolumen zum Ende des Jahres 2019 auf 561 Millionen Euro angestiegen. Die Risikolage der Bank schätzt er weiterhin als günstig ein. Nach kräftigen Anstiegen in den Vorjahren kletterte die Bilanzsumme 2019 nochmals deutlich um über 23 Millionen auf 276 Millionen Euro. Neue Kundeneinlagen, aber auch ein ordentliches Wachstum bei den Kundenkrediten hätten dazu beigetragen. Der Anteil der Kundenkredite liege, an der Bilanzsumme gemessen, mit über 71 Prozent deutlich über dem bayerischen Landesdurchschnitt (61 Prozent). Bei den Kundengeldern hätten auch 2019 die bilanziellen Mittelzuflüsse weiter angehalten und für ein deutliches Plus gesorgt. Über 187 Millionen Euro bilanzierte die Bank laut Schlagbauer im Jahresabschluss, ein Anstieg um sechs Prozent. Für 2020 prognostizierte er bei den Kundenkrediten ein geringeres Wachstum: „Da werden die Folgen der Corona-Pandemie deutlich spürbar.“

Dennoch zeichnet sich nach seinen Worten für dieses Jahr sowohl beim Kredit- als auch beim Einlagengeschäft eine positive Entwicklung ab. Die Ergebnisvorschaurechnung zeige zwar wie überall in der Bankenbranche einen weiteren Rückgang beim Betriebsergebnis, aber die Raiffeisenbank Unteres Vilstal liege damit immer noch knapp über dem Durchschnitt der bayerischen Genossenschaften. „Die Risikolage im Kreditgeschäft bereitet uns nach heutigem Stand keine Probleme“, sagte Schlagbauer. Den Wertpapierbestand von knapp 35 Millionen Euro bezeichnete er als "sehr stressresistent, hohe stille Reserven unterstreichen das".

Die Finanz- und Vermögenslage sei laut Prüfungsbericht "solide und kann als gut bezeichnet werden".

Wie Vorstand Michael Doblinger anmerkte, habe die Corona-Pandemie die banktechnischen Veränderungsprozesse verstärkt. Im März hätten sogar die Filialen für den Geld- und Kontoservice geschlossen werden müssen. „Wir gehen davon aus, dass wir nicht so stark von der Krise betroffen werden, weil wir keine bedeutenden Kundenbestände aus schwierigen Branchen wie Veranstaltungen, Einzelhandel, Touristik oder Automobilzulieferer im Geschäft haben“, stellte er fest. Stattdessen dominierten hier die Branchen Handwerk, Landwirtschaft und baunahen Unternehmen. „Sicher ist jedoch, dass sich die Negativrenditen verschärfen und zum Normalzustand werden“, so seine Einschätzung.

In den Geschäftsstellen seien die Servicezeiten angepasst und die Telefonberatung weiter ausgebaut worden, sagte Doblinger. Vor dem Hintergrund der sich weiter verschärfenden Niedrig-Zinsphase habe man sich entschlossen, Verwahrentgelte und Negativzinsen sowohl bei Privat- als auch bei Firmenkunden einzuführen. „Unser Ziel ist es, ein unkontrolliertes Bilanzwachstum zu vermeiden, denn dies würde sich unmittelbar auf die Kennzahlen der Bank auswirken, den Anlagedruck massiv erhöhen und sich dann vermutlich auch auf die Risikolage auswirken", betonte er.

Geschäftsvolumen der Raiffeisenbank Unteres Vilstal überschreitet 2018 500-Millionen-Euro-Grenze

Ensdorf
Wegen der Corona-Geschichte ist die Raiffeisenbank Unteres Vilstal mit der Vertreterversammlung in das Ostbayerische Reiterzentrum nach Kreuth ausgewichen - der Grund waren größere Räumlichkeiten, um das Schutzkonzept der Teilnehmer zu gewährleisten. Das Bild wurde vor dem Lock-Down fotografiert.
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