28.06.2020 - 15:46 Uhr
KrummennaabOberpfalz

"Drive In" lässt am Johannisfeuer die Kasse klingeln

Die Krummennaaber Feuerwehr ist um pfiffige Ideen nicht verlegen. Sie machte aus dem Johannisfeuer eine "Drive-In-Veranstaltung".

Auch beim Johannisfeuer zeigt die Krummennaaber Feuerwehr viel Einfallsreichtum. Die Aktiven nutzten die Tradition, um einen „Drive-in-Schalter“ im Bürgerpark zu eröffnen.
von vsrProfil

Die Feuerwehr hat der Coronakrise getrotzt und trotzdem ein Johannisfeuer abgebrannt. Ein ausgeklügeltes Hygienekonzept und ein "Drive-in-Service" im Bürgerpark machten dies möglich.

Schon beim Maibaumfest im vergangenen Monat hatten die Aktiven Einfallsreichtum bewiesen, indem sie die Krummennaaber Haushalte mit Straßenkreiden versorgt hatten, damit sich jeder seinen Maibaum vor die Haustüren malen konnte. Nun gab es erstmals in der Geschichte ein "Drive-in-Johannisfeuer". Andreas Heinz von der Feuerwehr Krummennaab: "Wir wollten das Fest nicht ganz ausfallen lassen." Daher habe man sich ein Konzept überlegt und mit dem Gesundheitsamt abgestimmt. Zunächst hieß es jedoch zittern. Würde die Veranstaltung angenommen? Die Sorgen der Feuerwehr waren unbegründet, denn der Ansturm war groß. Nicht zuletzt das schöne Wetter lockte viele Bürger aus Krummennaab und den Gemeinden der Umgebung in den Bürgerpark. Die abgesteckte "Drive-in-Zone" füllte sich also schnell: Ähnlich wie in bekannten Fastfood-Ketten konnte die Bevölkerung zwischen 16 und 20 Uhr an der Einfahrt die gewünschten Speisen und Getränke bestellen, im Vorbeifahren das aufgeschichtete Feuer bestaunen und Dotsch und andere Schmankerl mit nach Hause nehmen. Selbst längere Wartezeiten nahmen die Besucher des Johannisfeuers gerne in Kauf, denn jeder freute sich auf die typischen Festspezialitäten.

Wichtig war für die Feuerwehr, mit dem Johannisfeuer lokale Unternehmer zu unterstützen. Die Kartoffeln für den traditionellen Dotsch stammten von Jakob Gallesdörfer und die benötigten Eier wurden von Biogemüsebauer Simon Rauch bezogen. Die Bratwürste, Steaks und Semmeln lieferten die Metzgerei Bauer und die Bäckerei Neugirg aus der Nachbargemeinde Reuth. Fisch- und Lachssemmeln stammten von einem Verbrauchermarkt aus Erbendorf.

Sehr gut angenommen wurde auch die Idee der "Männerhandtasche" vom Getränkevertrieb Andreas Schaumberger. Dahinter steckte ein Sixpack verschiedener Reuther und Friedenfelser Biere. Die Volksbank in Krummennaab unterstützte die Feuerwehr mit einem mobilen EC-Kartenlesegerät, sodass auch ein kontaktloses Bezahlen möglich war.

Die Besucher kamen, wie gewünscht, mit den unterschiedlichsten Motorisierungen: Vom kleinen Roller über Motorräder und auch Oldtimer war alles vertreten. Der "Drive in" stand aber auch Fußgängern und Radfahrern offen. Und alle Wartenden hielten sich vorbildlich an die derzeitig geltenden Abstands- und Hygieneregeln. Schnell waren die ersten Speisen ausverkauft und die Lebkuchenherzen für die Autofahrer verteilt, sodass zur Halbzeit nochmals nachgeordert werden musste.

Feuerwehrfrau Karin Krenkel sprach gar vom Krummennaaber McDonalds: "Wow. Wir waren überwältigt, dass die Aktion so gut ankam." Sie regte an, das nächste Mal noch Leberkässemmeln anzubieten. Aus den Autos kam - mit einem Augenzwinkern - die Frage, ob es das jetzt jedes Wochenende gebe. Kurzum: Das Johannisfeuer war trotz Corona ein voller Erfolg.

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