Krummennaab
30.09.2019 - 14:34 Uhr

Expedition in die Goldschlägerstadt

Auf die Spuren des renommierten Handwerkberufs der Goldschläger begab sich die CSU Krummennaab. Schwabach war eine Reise wert.

Die Reisegruppe vor der Goldwand. Rechts: Goldschlägermeister Dieter Drotleff Bild: nza
Die Reisegruppe vor der Goldwand. Rechts: Goldschlägermeister Dieter Drotleff

Der Ausflug des CSU-Ortsverbandes Krummennaab/Thumsenreuth führte die Mitglieder in die „Goldschlägerstadt“ Schwabach. Die Organisation übernahm Altbürgermeister und Ehrenbürger Franz Stangl. Nach einer kurzweiligen Zugfahrt kam die Reisegruppe in Schwabach an und Stangl führte die Gruppe durch die historische Altstadt mit ihren sehenswerten Fachhäusern. Auch der Besuch der Herbstkirchweih rund um den Königsplatz durfte nicht fehlen. Ein Biergarten am Marktplatz mit ausladenden Bäumen lud zum Verweilen und zum Mittagessen ein.

Im Anschluss stand der Besuch des Goldschlägermuseums auf dem Programm. In der Vorführwerkstatt zeigte Dieter Drotleff die Fertigung von Blattgold. Aus einer geringen Goldmenge wird mit reiner Muskelkraft durch stetiges hämmern, teilen und wenden ein hauchdünnes Blättchen hergestellt. Das Blattgold ist so dünn, dass man dadurch durchschauen kann. Der Goldschlägermeister informierte die Besucher über den Werdegang des Goldschläger-handwerkes in Schwabach und demonstrierte durch praktische Vorführung die einzelnen Fertigungsschritte des typischen 8 mal 8 Zentimeter großen Blättchen.

Im Jahre 2002 wurde die handwerkliche Fertigung von Maschinen übernommen und das Ende des renommierten Handwerkberufs als Goldschläger war in Sicht. Heute ist das Schwabacher Blattgold auf der ganzen Welt bekannt und so wurde es in jüngster Zeit für die Restaurierung des Gipfelkreuzes auf der Zugspitze verwendet.

 
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