14.02.2020 - 14:55 Uhr
KrummennaabOberpfalz

Keller im Feuerwehrhaus unter Wasser

Die Krummennaaber Gemeinderäte haben in ihrer jüngsten Sitzung über viel zu entscheiden. Vor allem geht es um das Feuerwehrhaus. Und dann kommt da noch eine Anfrage zum Bauvorhaben der evangelischen Kirche.

Über den Kellerabgang drang Wasser durch die Eingangstüre in den Keller ein. Ein Anbau, dieser den Treppenabgang überdacht, soll auf der freien Fläche rechts vom Gebäude erfolgen.
von Andreas HeinzProfil

Zur Februarsitzung mit einer langen Tagesordnung trafen sich die Krummennaaber Gemeinderäte. Zur Sanierung des Feuerwehrhauses schilderte Helga Rembeck vom gleichnamigen Ingenieurbüro Rembeck und Partner mit Architekt Richard Krauß den Zustand des Wasserschadens im Keller. Nach gründlicher Begutachtung mit Ausschlussdiagnose teilte sie mit, dass der Ablauf im Kellerabgang die Ursache sei.

Da dieser schnell verstopfe und das Wasser zu langsam ablaufe, dringe es über die Kellereingangstüre ein und verteile sich unter den Boden im ganzen Raum. Es liege kein Mangel an der Dämmung oder an der Decke vor, eine Wärmebrücke wurde nicht ausfindig gemacht.

Auf Nachfrage von Hermann Prölß (FW) versicherte Rembeck, dass eine Drainage damals verbaut worden und diese noch in Takt sei, da der Wasserschaden nur in einem Raum auftrete. Als Maßnahme empfiehlt sie neben dem Trockenlegen und Wiederherstellen des Kellerraums und der Sanierung des schadhaften Gullys eine Überdachung des Treppenabgangs sowie die Sanierung der Hausfassade.

Da sich die Kosten für die Überdachung selbst schon auf circa 18 000 Euro belaufen werden und akuter Platzmangel in der Fahrzeughalle herrscht, sprach sich der Gemeinderat nach Anhörung über die Ist-Situation von Kommandant Markus Krenkel für einen Anbau an der Nordseite aus. Einstimmig beschloss das Gremium, den Wasserschaden sofort beheben zu lassen und erteilte dazu dem Ingenieurbüro Rembeck den Auftrag.

Da für den Anbau zwei verschiedene Varianten vorlagen, die sich in Größe und Anzahl der Tore unterscheiden, empfahl Krauß, dass sich die Feuerwehrführung Gedanken über die benötigte Fläche machen solle, damit der Anbau entsprechend dimensioniert werden könne. Grundsätzlich sprach sich der Gemeinderat für eine Halle mit einem Tor und mit einer zusätzlichen Lagerfläche aus.

Am Ende der Sitzung fragte Herbert Mattes (FW) nach dem Stand des Beschlusses für das Bauvorhaben der evangelischen Kirche, da dieser nach Aussage von Uli Roth auf seiner Wahlveranstaltung bis heute noch ausstehe. Roth zeigte daraufhin das Protokoll von der Weihnachtssitzung 2018 mit dem Abschnitt, dass kein Beschluss erfolgt sei.

Hier geht's zum Artikel, in dem sich Bürgermeister Uli Roth zum evangelischen Gemeindehaus äußert.

Krummennaab

Dies bestätigte zwar Mattes auf Richtigkeit, verwies Roth aber auf das Protokoll in der darauffolgenden Januarsitzung, das der Bürgermeister auf die Schnelle in seinem Computer nicht auffinden konnte. "Protokoll Januar 2019 Randnummer 624.

Beschluss über den Umbau des evangelischen Gemeindehauses. Hier fasst nach Vorlage durch den Bürgermeister der Gemeinderat den Grundsatzbeschluss zur Übernahme des gemeindlichen Co-Finanzierungsanteils für den Umbau des evangelischen Gemeindehauses", zitierte Mattes aus der Kopie vom Sitzungsprotokoll.

Roth erwiderte, dies zur Kenntnis zu nehmen, und beschloss nach Beantwortung einer weiteren Frage von Reinhard Naber (CSU) den öffentlichen Teil der Sitzung.

Helga Rembeck schilderte gemeinsam mit Architekt Richard Krauß (links) die Ursache für den Wasserschaden im Feuerwehrhaus dem Gemeinderat.
Info:

Nachgefragt

Aufgrund der nicht geklärten Korrektheit zur Aussage des Bürgermeisters zum gemeindlichen Co-Finanzierungsanteil für den Umbau des evangelischen Gemeindehauses sagte Roth auf Nachfrage, dass auf Basis der gleichen Unterlagen, die der Gemeinderat in der Weihnachtssitzung 2018 abgeschmettert hat, eine Grundsatzbeschlussfassung in der Januarsitzung erfolgte. "Das habe ich aufgrund der Vorgänge damals echt nicht mehr auf dem Schirm gehabt."

Info:

Gemeinderatssplitter

Die Feuerwehr bekommt auf Antrag sechs weitere Schutzanzüge und fünf Alarmmelder für den Atemschutz im Wert von 5300 Euro.

Aktuell macht die Wasserversorgung Steinwald-Gruppe eine Bedarfsanalyse für die nächsten zehn Jahre. Die Gemeinde hat derzeit 85 000 Kubikmeter Wasser bestellt und liegt damit am oberen Rand der in den vergangenen vier Jahren verbrauchten Wassermengen. Da die Tendenz der jährlichen Wassermenge bis auf das Jahr 2018 wegen eines Rohrbruchs in Thumsenreuth abnehmend ist, einigte sich der Gemeinderat, den aktuellen Bedarf unverändert beizubehalten.

Für die anfallenden Fahrtkosten wird dem Verein Behinderte und Nichtbehinderte aus Tirschenreuth ein 200-Euro-Zuschuss bewilligt.

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