21.09.2021 - 11:36 Uhr
KrummennaabOberpfalz

"Krummennaab ist unser aller Dorf"

Informationen aus erster Hand, Kaffee und Kuchen aus der Küche: Der kurzweilige Seniorennachmittag in Krummenaab ist ein Magnet. Daraus wurde diesmal eine kleine Bürgerversammlung mit Bürgermeisterin Marion Höcht und interessanten Themen.

Noch ist der Laden nahe der beiden Pfarrkirchen leer. Im künftigen Dorfladen soll man - so der Wunsch der Gemeinde Krummennaab - ab dem kommenden Jahr einkaufen können.
von Werner RoblProfil

Das gesellige Beisammensein ist ein Angebot der langjährigen Seniorenbeauftragten Anneliese Krenkel. Zum Konzept gehört auch die Einbindung interessanter Themen, um die Ü-65-Mitbürger aktuell auf dem Laufenden zu halten. Die Seniorenbeauftragte hatte diesmal Bürgermeisterin Marion Höcht eingeladen. Begleitet wurde sie vor einigen Tagen von Zweitem Bürgermeister Herbert Mattes und Drittem Bürgermeister Reinhard Naber.

Neuer Backofen

Marion Höcht benutzt, wenn sie von Krummennaab spricht, den Ausdruck „Dorf“. „In der Dorfmitte stand einmal ein Backofen.“ Man könne ihn zwar nicht mehr reaktivieren. Entstehen werde aber ein ganz neuer, warf Höcht einen kurzen Blick in den dafür auserkorenen Bürgerpark. „Backöfen und Brot sind Symbole des Lebens. Genau so einer soll wieder zum Dorfmittelpunkt werden.“

Rückblickend bedauerte die Bürgermeisterin an anderer Stelle: „Als das Lehner-Geschäft zusperrte, waren wir alle sehr traurig.“ Höcht kam damit auf den (derzeit aber noch geplanten) Dorfladen zu sprechen. Unweit der Kirchen soll die von staatlicher Seite geförderte und von Ehren- und Hauptamtlichen getragene Einrichtung zum „Ort der Begegnung und der Vorsorge“ werden. Getragen wird der Dorfladen von einer (zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht gegründeten) Betreibergesellschaft mit stillen Gesellschaftern. Höcht: „Ein Dorfladen mit einem regionalen Angebot passt zu unserer lebens- und liebenswerten Dorfgemeinde Krummennaab.“ Gleichzeitig bedauerte sie aber, dass das Wunschziel „Eröffnung Ende 2021“ wohl nicht mehr zu halten sei. „Dann eröffnen wir den Dorfladen halt im 1. Quartal 2022.“

Pläne mit Weidner-Anwesen

Anhand von Planskizzen stellte Marion Höcht ein Sozial-Projekt vor, das ebenfalls Ziel der Begegnung werden soll. „Was machen wir damit?“, fragte man sich vor geraumer Zeit beim Erwerb des Weidner-Anwesens. In den Köpfen reifte danach das barrierefreie Modellprojekt „daheim wohnen“. Inzwischen trägt es sogar einen Namen: „Lebens(t)raum“.

Im Weidner-Anwesen sollen 20 Tagespflegeplätze entstehen. Einbinden werde man in den „Lebens(t)raum" auch eine physiotherapeutische Einrichtung sowie vier bis sechs Wohnappartements. Das Leben dort bezeichnete Höcht als „Seniorenwohngemeinschaft“ bzw. ein „miteinander leben“. Eine Besonderheit stelle der „riesengroße Garten“ dar. Ob aus der Ergänzung zum Bürgerpark ein Klang- oder Kräutergarten wird, ließ sie beim Treffen der Senioren aber noch offen. Als ein „wichtiges Ziel“ kommentierte Höcht die Möglichkeit, im späteren sozialen Zentrum auch von einem Speiseangebot profitieren zu können.

„Die Entwürfe sind aber noch nicht in Stein gemeißelt“, unterstrich Höcht. „Lebens(t)raum" sei ein spannendes Projekt, mit dem auch Arbeitsplätze und – was Krummennaab anbetrifft – ein ganz neues Selbstwertgefühl geschaffen werden sollen. Wichtig, um die Pläne auch realisieren zu können, sei das Netzwerk-Dorf.

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Krummennaab
Die Pläne für das ehemalige Weidner-Anwesen stellte Bürgermeisterin Marion Höcht beim Seniorennachmittag in Krummennaab vor.
In ihrem Referat erwähnte Bürgermeisterin Marion Höcht immer wieder das "Dorf".
Seniorenbeauftragte Anneliese Krenkel (rechts) bedankte sich bei Marion Höcht (links) mit Blumen.

„Backöfen und Brot sind Symbole des Lebens. Genau so einer soll wieder zum Dorfmittelpunkt werden.“

Bürgermeisterin Marion Höcht

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