31.03.2021 - 15:02 Uhr
KrummennaabOberpfalz

Mit einem Workshop zur Tagespflege für alle Generationen in Krummennaab

Das ehemalige Weidner-Anwesen soll eine Tagespflege für Jung und Alt werden. Bürgermeisterin Höcht ging in einem Workshop in der Turnhalle mit Vertretern verschiedener Einrichtungen Ideen durch und sogar ein Name wurde schon gefunden.

Bürgermeisterin Marion Höcht moderierte den Workshop zur Ideenfindung rund um die geplante Tagespflegeeinrichtung in Krummennaab.
von vsrProfil

Die in Krummennaab geplante Tagespflege soll ein Ort der Begegnung der Generationen werden. Eine Einrichtung, in der die Würde des Menschen unabhängig vom Alter im Mittelpunkt steht, erklärt Bürgermeisterin Marion Höcht in ihrer Begrüßung zum gemeinsamen Workshop. Da in unmittelbarer Nähe zum geplanten Umbau des Anwesens auch die Grundschule und das Kinderhaus St. Marien liegen, sollen nicht nur die Senioren der Gemeinde ein mögliches Domizil erhalten. Auch die jüngeren Einwohner und alle anderen interessierten Bürger spielen im Gesamtkonzept eine wichtige Rolle.

Ideenfindung

Bürgermeisterin Marion Höcht setzte unter Einhaltung aller Hygiene- und Lüftungsmaßnahmen einen Workshop zur Ideenfindung an. Dazu waren Vertreter aus verschiedensten Bereichen wie Schule, Kindergarten, Altenpflege sowie Gemeindevertreter zum Gespräch eingeladen. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde stellte Höcht den aktuellen Stand zum Grobkonzept vor: Die Gemeinde plant mit dem Architektenbüro SHL Lehner die Umnutzung der ehemaligen Sportmodenfabrik in eine Tagespflegeeinrichtung. Für deren bauliche Umsetzung gibt es bereits Pläne: Durch eine Öffnung des Weidner-Anwesens soll beispielsweise mehr Tageslicht in die Räumlichkeiten kommen. Zudem soll es Innen- und Außenbalkone geben. Insgesamt biete das Areal einen großen Spielraum an Umsetzungsmöglichkeiten, und auch der weitläufige Gartenbereich soll in das Gesamtkonzept integriert werden. Der Architekt plant, bereits Ende Mai einen Entwurf und eine Kostenaufstellung vorzulegen, die dann bei der zuständigen Regierung vorgestellt werden. Als potenzieller Betreiber bietet sich die Caritas Tirschenreuth an.

Im anschließenden Brainstorming wurden dann verschiedenste Ideen aller Beteiligten vorgebracht. Es kristallisierte sich schnell heraus, dass es einen großen gemeinsamen Konsens zur Verwirklichung eines Begegnungsraums für Jung und Alt gibt. Ein Vorschlag war, ein gemeinsames Mittagessen von Kindern und Bewohnern zu ermöglichen. Der Mittagstisch könnte auch für alle interessierten Senioren der Gemeinde geöffnet werden.

"Raum-Sharing"

Zudem böte sich die Nutzung einiger Räumlichkeiten im Rahmen eines „Raum-Sharings“ als temporäre Arztpraxis und Zweigstelle für Apotheken an, in denen Patienten ihre Medikamente abholen könnten. Als weitere Möglichkeit in diesem Bereich könnten auch eine Frühförderung sowie Physio- oder Ergotherapie in die Räumlichkeiten ziehen. Es könnte Kooperationen mit ortsansässigen Betrieben wie beispielsweise Fahrdiensten, Zahnärzten, Frisören und dem in Planung befindlichen Dorfladen geben. Die zentrale Lage des Gebäudes im Ortskern mache viele dieser Ideen möglich, auch der Einbezug des in der Modernisierung befindlichen evangelischen Gemeindehauses, die Nähe zur katholischen Kirche und der Bürgerpark sollten im Blick behalten werden.

Auch die Namensgebung spielte an diesem Abend eine große Rolle. Denn bereits zu Beginn der Planungsphase eines solchen Großprojektes müssen der künftige Name der Einrichtung und das Motto stehen. Nach vielen Vorschlägen fiel die mehrheitliche Entscheidung auf den Namen „Lebens(t)raum“ unter dem Motto „Zu Hause wohnen – zu Gast bei uns“.

Auch das Projekt "Unser Dorfladen" nimmt in Krummennaab Fahrt auf

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