15.09.2019 - 17:56 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Aufgeschlossen für offenen Jugendtreff in Kümmersbruck

Ein sogenannter offener Jugendtreff oder eine Skateranlage ist in unregelmäßigen Abständen seit vielen Jahren immer mal wieder Thema im Kümmersbrucker Gemeinderat gewesen - und genauso oft nicht zustande gekommen.

In Kümmersbruck zwischen der TSV-Gaststätte (links) und den Tennisplätzen könnten eine Skateranlage und ein offener Jugendtreff entstehen.
von Klaus HöglProfil

Mal hat's am Standort gescheitert, an der adäquaten Aufsicht, am Lärm, an der Containerlösung, dann an der Nähe zu Amberg. Darüber hinaus kann sich Kümmersbruck einer regen Vereinslandschaft erfreuen - auch das war immer wieder ein Einwand. Dennoch, so hat die für Kümmersbruck zuständige Jugendpflegerin Helena Schubert jetzt dargelegt, besteht Bedarf insbesondere für jene, die eben keinem Verein angehören.

Darüber gab es eine Grundsatzdiskussion: Offener Jugendtreff, Skateranlage? Ja oder nein? Und wo? Der Gemeinderat war grundsätzlich dafür, jedoch mit einem "aber" davor. Laut Helena Schuberts Expertise besteht in Kümmersbruck Bedarf nach einem offenen Jugendtreff und einer Skateranlage. Sie hat mögliche Erfordernisse, Betrieb und Nutzung eines Jugendtreffs, ihr Konzept und die Voraussetzungen umfassend beschrieben. Standort mit ausreichendem Platzangebot, bedarfsgerechte Ausstattung und Budget zum Bestreiten des Betriebs vorausgesetzt.

Wohin mit einer solchen Anlage, die, so weiß man aus Erfahrung, aufgrund des damit verbundenen Lärmpegels oftmals als störend empfunden wird? Eine Option ist das Sportgelände beim TSV Kümmersbruck, grob gesagt zwischen Sportgaststätte und Tennisplätzen. Mehr als eine Überlegung ist es aber auch noch nicht. Immerhin will der Bauausschuss in seiner nächsten Sitzung den Platz in Augenschein nehmen. CSU-Sprecher Markus Graf erinnerte an den "schon immer kontrovers diskutierten offenen Jugendtreff" und kündigte "prinzipielle Bereitschaft" an. Laut Werner Cermak ist die SPD grundsätzlich für eine solche Anlage, Zweifel gäbe es aber beim Standort.

Mehr ist im Moment noch nicht passiert, aber die "Sache ist jetzt zumindest mal ins Laufen gekommen", bekundete Kümmersbrucks Bürgermeister Roland Strehl.

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