22.04.2021 - 11:18 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Eigenbetrieb Wasser und Energie Kümmersbruck macht heuer 1000 Euro Gewinn

Der gemeindliche Eigenbetrieb Wasser und Energie Kümmersbruck macht heuer einen Gewinn von 1000 Euro. Der Wirtschaftsplan schließt im Erfolgsplan mit Erträgen von 1 283 000 Millionen Euro und Aufwendungen von 1 282 000 Millionen Euro.

Das Biomasseheizwerk Kümmersbruck: Investor und Betreiber dieser Anlage ist der kommunale Eigenbetrieb Wasser und Energie Kümmersbruck (WEK). Die Anlage ist mit einem Biomassekessel mit einer Nennleistung von 850 Kilowatt ausgestattet.
von Klaus HöglProfil

Im Vorjahr hatte der gemeindliche Eigenbetrieb Wasser und Energie Kümmersbruck (WEK) noch einen Verlust von 100 700 Euro verzeichnen müssen, erläuterte Werkleiter Günter Karzmarczyk, als er dem Gemeinderat das Zahlenwerk vorstellte. Das Gremium genehmigte den Wirtschaftsplan einstimmig. Der Erfolgsplan des WEK enthält alle voraussehbaren Erträge und Aufwendungen eines Wirtschaftsjahres, im Vermögensplan sind die Erträge und Investitionen enthalten, die sich aus Erneuerungen, Erweiterungen, Neubau oder Veräußerungen, aus Kreditwirtschaft und Verpflichtungsermächtigungen ergeben. Das Gesamtergebnis des Vermögensplans ist laut Karzmarczyk ausgeglichen und beläuft sich in Einnahmen und Ausgaben auf 771 000 Euro.

Die Ergebnisse der Einzelerfolgspläne 2020 für die Betriebszweige zeigen folgendes Bild: im Betriebszweig Wasserversorgung Erträge 980 000 Euro, Aufwendungen 975 000 Euro, Gewinn 5000 Euro; bei der Nahwärmeversorgung Erträge 193 000 Euro, Aufwendungen 186 000 Euro, Gewinn 5000 Euro; bei der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien und E-Mobilität Erträge 109 900 Euro, Aufwendungen 118 900 Euro, Verlust 9000 Euro.

Die Umsatzerlöse in Höhe von 1 63 900 Euro bilden mit rund 91 Prozent das Gros der Gesamterträge von 1 283 000 Millionen Euro. Darin enthalten sind vor allem die Erlöse aus dem Wasserverkauf (Ansatz: 890 000 Euro), aus dem Nahwärmeverkauf (Ansatz: 190 000 Euro) und aus der Stromeinspeisung (Ansatz: 53 100 Euro). Im Erfolgsplan 2020 stehen den Gesamterträgen Aufwendungen in Höhe von 1 282 000 Millionen gegenüber, wobei rund 84 Prozent auf drei Kostengruppen entfallen: Materialaufwand 335 00 Euro, Personalaufwand 541 500 Euro, Abschreibungen 200 000 Euro.

Ein wesentlicher Bestandteil des Vermögensplans sind auf der Ausgabenseite die Investitionen mit einem Volumen von insgesamt 614 000 Euro. Enthalten sind hier die Erneuerung der Schalt- und Elektroanlagen für die Tiefbrunnen III und IV (80 000 Euro), die Investitionen in das Leitungsnetz und die Hausanschlüsse (85 000 Euro), die elektrische und fernwirktechnische Ertüchtigung der Zähler für die Brunnen II bis V mit Anbindung an das Prozessleitsystem (100 000 Euro) sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung (105 000 Euro). Des Weiteren ist im Vermögensplan die Tilgung von Krediten in Höhe von rund 150 000 Euro enthalten. Zur Finanzierung dieser Ausgaben sieht der WEK im Vermögensplan 2021 Einnahmen durch frei werdende Mittel aus der Finanzierung der Abschreibungen (193 000 Euro), Herstellungsbeiträge für neue Bauvorhaben und Geschossflächenerweiterungen (40 000 Euro), die Kostenerstattungen für die Herstellung neuer Hausanschlüsse (23 000 Euro), die Entnahme aus Rücklagen (94 000 Euro) sowie die Einnahme aus Kreditaufnahmen (360 000 Euro) vor.

Wie Werkleiter Karzmarczyk informierte, sind in den Jahren 2022 bis 2024 als größere Investitionen im Betriebszweig Wasserversorgung vorgesehen die Erneuerung von Wasserleitungen, die Umstellung auf Funkwasserzähler und die Erstellung eines Sanierungskonzepts für das Wasserleitungsnetz. Zur Finanzierung der 2021 eingeplanten Investitionen sind demnach Kreditaufnahmen in Höhe von 360 000 Euro und eine Rücklagenentnahme von rund 94 000 Euro erforderlich. Der voraussichtliche Schuldenstand zum 31. Dezember 2021 beträgt 1 683 000 Euro, die Rücklagen werden am Jahresende bis auf rund 1000 Euro aufgebraucht sein.

Dass sich das Jahresergebnis 2021 (voraussichtlicher Gewinn: 1000 Euro) gegenüber dem Vorjahresansatz (prognostizierter Verlust: 107 700 Euro) erheblich verbessert, liegt laut Karzmarczyk im Wesentlichen an den höheren Erlösen aus dem Wasserverkauf (Ansatz 2021: 890 000 Euro, Umsatz 2020: 734 000 Euro). Nachdem das Kommunalberatungsbüro Radlbeck im November 2020 eine Berechnung der Wasserverbrauchsgebühren für den Vorkalkulationszeitraum 2021 bis 2204 vorgenommen hatte, sei zum 1. Januar 2021 eine neue kostendeckende Wasserverbrauchsgebühr von 1,58 Euro pro Kubikmeter (bisher 1,26 Euro) ermittelt und festgesetzt, stellte der Werkleiter fest.

WEK bezieht Strom aus 100 Prozent erneuerbaren Energien

Kümmersbruck
Die Nahwärmeversorgung ist im Wirtschaftsplan 2021 mit Erträgen von 193 000 Euro und Aufwendungen von 188 000 Euro ausgewiesen. Das Nahwärmenetz besitzt eine Trassenlänge von 1124 Metern.
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