Die Veranstaltung ist ein Juwel im Kümmersbrucker Kulturkalender – allerdings hat es sie wegen der Pandemie exakt 726 Tage nicht mehr gegeben. Jetzt aber ging der Jazz-Frühschoppen endlich wieder live über die Bühne, besser gesagt über den Rathaus-Vorplatz. Ein schon vertrautes, vielseitiges Programm, von Swing bis Bebop, mit der Band Blue Note Project – und doch hat sich einiges geändert. Alle sind zwei Jahr älter geworden, die Wohn- und Geschäftshäuser des Seniorenwohnparks nebenan standen vor zwei Jahren noch nicht, und der Eintritt war diesmal aus Pandemie-Gründen reglementiert. Und die Band mit Lothar Kiehl (Saxofon), Marc Hohl (Gitarre) und Antje Storch (Drums) bekam mit Klaus Schmidt einen neuen Musiker am Piano.
Geblieben aber ist eins: Die Anhänger der unvergesslichen Swing-Jazz-Ära kamen wieder auf ihre Kosten. Die Musiker mussten zwei Jahre zwangspausieren, wie Lothar Kiehl sagte: Erst vor zwei Wochen seien sie wieder in die Proben eingestiegen. Jetzt ist die Kombination von Jazz und Frühschoppen, von Bossa Nova und dezenter Barmusik, von Sekt und Selters, Weißwurst und Bier, von Kümmersbruck und New Orleans wieder auferstanden – und hat ihre Anhänger nach wie vor. So verwundert es nicht, dass das Areal vor dem Rathaus gut gefüllt war, die Vorgaben und Beschränkungen dazu machte allerdings Corona.
Blue Note Projekt gastierte zum sechsten Mal beim Jazz-Frühschoppen in Kümmersbruck. Das Wetter passte auch. Und nichts verlernt hat offensichtlich in der Zwangspause auch das Team des Martin-Schalling-Hauses. Es sorgte bestens für Gaumenfreude, für den Musikgenuss war drei Stunden lang Blue Note Project zuständig.














Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.