23.04.2021 - 10:26 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Gemeinde Kümmersbruck beteiligt sich finanziell an Sanierung von Wirtschaftswegen

Pflicht der Anlieger ist es, „sonstige wassergebundene Schotterwege“ instand zu setzen. Die anliegenden Flächen werden meist land- und forstwirtschaftlich genutzt. Jagdgenossenschaften nehmen für die anfallenden Arbeiten oft nicht ausbezahlte Jagdpachteinnahmen her.
von Klaus HöglProfil

Die Gemeinde ist zuständig für die dem öffentlichen Verkehr gewidmeten Trassen, die im Straßen- und Wegeverzeichnis entsprechend eingetragen sind. Die sonstigen „wassergebundenen Schotterwege“ müssen die Anlieger instand setzen. Die anliegenden Flächen sind hier in der Regel land- und forstwirtschaftlich genutzte Grundstücke. Bei Jagdgenossenschaften ist es Usus, diese Wege regelmäßig mit nicht an die Mitglieder ausbezahlten Jagdpachteinnahmen gemeinsam zu sanieren.

Mit diesem Thema beschäftigte sich auch der Bauausschuss des Kümmersbrucker Gemeinderats, der an die Jagdgenossen appellierte, den Jagdpachtschilling für die Wegeinstandsetzung zu verwenden. Da an der Sanierung dieser Wege aber auch öffentliches Interesse etwa hinsichtlich des Tourismus besteht, erklärte sich die Gemeinde Kümmersbruck nun bereit, sich finanziell daran zu beteiligen. Künftig erhält die jeweilige Jagdgenossenschaft für die Sanierung der in Frage kommenden Wege einen gemeindlichen Zuschuss in Höhe von 50 Prozent. Freilich müssen die Aufwendungen dafür mit entsprechenden Rechnungen nachgewiesen werden.

Grundlage für diese Unterstützung sind die Rahmenbedingungen, die vorsehen, dass die einzelnen Ortschaften als Untergliederungen der Jagdgenossenschaften die Wegeinstandhaltung selbst organisieren. Des Weiteren haben sie die jährlichen Instandhaltungsmaßnahmen zu planen und ein Eigenregie auszuführen. Die angefallenen Rechnungen sind zusammenzustellen und mit der Gemeinde abzurechnen. Die Jagdgenossenschaften melden Wege, für deren Instandsetzung die Gemeinde Kümmersbruck in früheren Absprachen die Verantwortung übernommen hat. Auf Verlagen werden die sanierten Wege einem Verantwortlichen der Gemeinde gezeigt, nachweisbare Investitionen aus 2018 können rückwirkend gefördert werden. Der Bauausschuss beschloss dieses Vorgehen einstimmig.

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