17.01.2021 - 14:58 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Grund- und Mittelschule Kümmersbruck für digitale Zukunft gerüstet

Corona hat gezeigt, dass viele Schulen in Sachen Digitalisierung Aufholbedarf haben. Die Grund- und Mittelschule Kümmersbruck ist in jedem Fall gut aufgestellt, wie der gemeindliche IT-Experte darlegt.

IT-Leiter Thomas Wiedenbauer erläutert, warum die Grund- und Mittelschule digital gut ausgerüstet ist.
von Klaus HöglProfil

An der Digitalisierung geht kein Weg vorbei, vor allen nicht an den Schulen. Homeschooling, Notebook, Beamer und I-Pads sind die Unterrichtsmittel unserer Zeit. Schon die Kinder kommen mit den medialen Medien in Kontakt, die waren nie wichtiger als jetzt in der Phase des Distanzunterrichts. Die Grund- und Mittelschule in Kümmersbruck ist da auf dem neuesten Stand der Technik oder wie es der gemeindliche IT- Experte Thomas Wiedenbauer sagt: "Von Seiten der Gemeinde Kümmersbruck haben wir alles dafür unternommen, um das Homeschooling problemlos durchführen zu können. Bei allen notwendigen Investitionen und Anschaffungen ist man immer darauf bedacht gewesen, die Fördermöglichkeiten des Bundes und des Freistaates Bayern voll auszuschöpfen."

Das hat die Gemeinde getan. Thomas Wiedenbauer erklärt: "Wir in Kümmersbruck sind für die aktuellen Anforderungen und auch für die Zukunft gut gerüstet - doch die Digitalisierung geht weiter." Heißt auch: Selbst die Lehrer werden sich fortzubilden haben, um den neuen Unterrichtsmedien gerecht zu werden. Bürgermeister Roland Strehl, dessen Gemeinde Sachaufwandsträger für die Schulen ist, pflichtete Wiedenbauer bei: "Wir sind für die Zukunft gut gerüstet. Wir sind gut unterwegs, haben rechtzeitig die Weichen gestellt und die erforderliche Personalie beschlossen" , fasste Strehl in Bezug auf den IT-Beauftragten zusammen.

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"Zukunftsfähiges System"

Wiedenbauer hat jetzt eine Zwischenbilanz gezogen in Sachen digitale Schule, deren Anfänge rund zwei Jahre zurückreichen. "Zusammen mit Rektorin Eva Hampel (Grundschule) und Rektor Florian Fuchs (Mittelschule) haben wir ein zukunftsfähiges System sowohl für die Grundschule als auch für die Mittelschule ausgearbeitet", erläuterte Wiedenbauer. Dabei habe man in der Phase des ersten Lockdowns die Zeit genutzt, um in beiden Schulen die notwendigen Netzwerkarbeiten auszuführen" sagte Wiedenbauer. In allen Gebäudeteilen sei W-Lan verfügbar gemacht worden, darüber hinaus habe man sich frühzeitig darum gekümmert, I-Pads zu beschaffen und mit Office 365 auszustatten. "Diese Anschaffungen sind ein nicht zu unterschätzender Gewinn für unsere Schulen, da sie für den digitalen Unterricht eingesetzt werden." Digitalisierung an der Schule Kümmersbruck sei schon seit Jahren auf der Agenda gewesen. Der Ausbau wäre wohl auch unabhängig von der Pandemie gekommen. "Wenn man so will hat Corona die Notwendigkeit deutlich gemacht und eine beschleunigende Wirkung", sagt der IT-Experte. So sei in der Grundschule sei Ende 2019 ein Computerraum vorhanden gewesen, alle Klassenzimmer waren vernetzt, ältere, aber noch ganz gut funktionierende Beamer waren da, allerdings kein W-Lan im Schulgebäude. Der Internetzugang mit 200 Mbit/s sei relativ langsam gewesen, "ein Fünftel von der Geschwindigkeit wie wir es heute haben".

Rektor zeigt sich zufrieden

Was die Mittelschule betrifft, da waren zwei Computerräume vorhanden, mit "W-Lan-Wildwuchs" in den Klassenzimmern, weil teilweise private W-Lan-Accesspoints angeschlossen wurden. Mittlerweile aber ist "das alles ertüchtigt und auf den aktuellen notwendigen Stand ausgebaut" , inklusive direkter Glasfaserzugang, bilanziert Wiedenbauer.

Der Rektor der Mittelschule, Florian Fuchs, ist "sehr froh, dass Kümmersbruck sehr viel und schnell gehandelt und dazu auch einen eigenen Experten zur Umsetzung beauftragte. Sehr gute Arbeitsbedingungen bescheinigte Fuchs. Die Vorgehensweise seitens des IT-Leiters und der Gemeinde wurde mit Rektorin Eva Hampel, Rektor Florian Fuchs und mit dem IT-Koordinator für die Schulen im Schulamtsbezirk, Alexander Friedl, abgestimmt, eine Grobplanung erstellt, vor allem um die Förderprogramme bestmöglich auszunutzen. Danach erfolgten Planung und Ausschreibung der Gewerke. Pauschal nutzt die Gemeinde drei Förderprogramme (siehe Infokasten).

Auch nach 2024 wird eine Anschlussförderung vom Bund, insbesondere bei den dann sicherlich zu erwartenden Austauschen von Endgeräten für die Schüler gebraucht. Aktuell sind sowohl Grund- als auch Mittelschule mit einer Firewall und einen sicheren Zugang zum Internet ausgestattet, alle Klassenzimmer sind mit Netzwerk und W-Lan versorgt, Beamer und TV-Geräte sind zudem in allen Klassenzimmern angebracht, Schüler haben Zugriff auf I-Pads und I-Pad-Koffer sowie Office 365 inklusive Teams für Lehrer und Schüler. Für die Mittelschule gab's zwei neue Computerräume mit insgesamt 40 PCs.

Info:

Die Förderungen bekommt die Schule

  • Glasfaseranschluss für die Grund- und Mittelschule. Förderung durch den weißblauen Freistaat der Gesamtmaßnahme mit 90 Prozent, das entspricht gerundet 30 000 Euro, der Eigenanteil der Gemeinde beträgt 3200 Euro.
  • Digital Budget Bayern 2018 bis 2020: Fördermaßnahme zur Ausstattung der Klassenzimmer mit digitalen Endgeräten, Förderbeitrag Bayern 51000 Euro, Eigenanteil Gemeinde 8100 Euro, zwei digitale Tafeln für die Grundschule, 69 I-Pads mit Koffer für beide Schulen.
  • Digital Pakt Bund 2019 bis 2024: Förderung der kompletten Ausstattung der Schulen mit EDV-Infrastruktur, Verkabelung der Klassenzimmer und Endgeräte werden gefördert. Förderung des Bundes in Höhe von rund 230 000 Euro bis 2024, bisher wurden 90 000 Euro abgerufen.
  • Aus dem staatlichen Sonderbudget Leihgeräte besteht eine Förderung von digitalen Endgeräten für Schüler, die auch zu Hause genutzt werden können (119 I-Pads inklusive Koffer und Apple Pencils)
Alle Klassenzimmer sind mit einem Beamer ausgestattet
Die Grund- und Mittelschule ist mit moderner Technik ausgestattet.

 

 

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