18.10.2020 - 10:46 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Köfering trauert um Franz Kölbl

Heute wollte Franz Kölbl seinen 66. Geburtstag feiern. Ein ganz besonderer Tag für ihn, denn zugleich wurde ihm die Vollerwerbsrente zugebilligt. Beides aber konnte er tragischerweise nicht mehr erleben.

Franz Kölbl (Dritter von links, hinten) bei der Verabschiedung aus dem Gemeinderat im Juni.
von Klaus HöglProfil

Vergangenen Donnerstag ist Franz Kölbl verstorben, völlig überraschend, unfassbar für alle, die ihn kannten und das sind viele. Gestorben ist er wo er geboren wurde, in Köfering, ohne jegliche äußere Vorzeichen. Er hat noch auf seinem landwirtschaftlichen Anwesen gearbeitet wurde dann von seiner Schwester im Hof aufgefunden, Franz Kölb war tot: Herzinfarkt. Wenn es sein muss, dann soll es schnell gehen hat er einmal gesagt – es ging sogar rasend schnell.

Die Nachricht von Kölbls Ableben hinterließ perplexe Bekannte und Freunde, sie wollten das einfach nicht glauben, waren sie doch in jedweder Form noch Tage vorher mit ihm zusammen gewesen. Kölbl war ein Köferinger von echtem Schrot und Korn, stand bis zur letzten Minute voll im Leben, war von hoher sozialer Einstellung, ein richtig umgänglicher Mensch und Fürsprecher insbesondere für Köfering. Das hat er im Gemeinderat oft genug bewiesen, immerhin gehörte er 18 Jahre lang dem Gemeinderat Kümmersbruck an. Der Bauausschuss war sein Fachgebiet, das lag ihm nahe, da bewies er großen Sachverstand. Er war nie einer der Vorlauten, hat sich nie in den Vordergrund gedrängt. Mitglied war er im Zweckverband Hohenkemnather Gruppe, Obmann bei den Feldgeschworenen. Vor allem aber war er SPD-Mitglied: Seit 1991 war er den Genossen verbunden, war Mitglied des Vorstands. Erst vor gut einem Vierteljahr wurde er aus dem Gemeindeplenum mit der Silbernen Bürgermedaille verabschiedet. Seine besondere Beziehung war der Sportverein in Köfering, sage und schreibe 26 Jahre lang war er bis 2012 dessen Vorsitzender, oft auch mit einem gewissen Eigensinn. Das neue Sportheim war ihm beispielsweise eine Herzensangelegenheit, der Verein sozusagen Jahrzehnte seine sportliche Heimat. Er kümmerte sich um Vieles, das Ehrenamt war ihm ein Bedürfnis und nicht nur Lippenbekenntnis. Er war ein zuverlässiger Mitstreiter. Jetzt ist er schlagartig verstorben, die Anteilnahme vieler Weggefährten gilt seiner Schwester und seinen beiden Brüdern.

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