03.08.2018 - 14:36 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Kümmersbruck zufällig unter Gewitterwolke

Spätestens nach dem zweiten Starkregen in zwei Monaten fragen sich die Bürger: Warum ausgerechnet wieder Kümmersbruck? Ist dort jetzt regelmäßig "Land unter"? Alles Zufall, meint unser Wetterexperte Andy Neumaier.

Nicht immer sind es die großen Katastrophen, die bei Starkregen passieren. Auch eine zerstörte Blumenpracht ist ein unerfreuliches Ergebnis des plötzlichen, massiven Niederschlags - wie hier auf der Brücke zum Dorfplatz in Kümmersbruck.
von Andrea Mußemann Kontakt Profil

(roa) Sommergewitter sind eine Laune der Natur. Sie treten punktuell auf ein paar Quadratkilometern auf. "Wo die Wolke halt drüber steht, da geht auch die Welt unter. Das kann man weder vorhersagen, noch vernünftig erklären", sagte Neumeier. Jeder Tag sei wie ein „Überraschungsei“. Die Wassermassen hätten genauso gut auch über Amberg niederprasseln können.

Aus Radardaten innerhalb von einer Stunde knapp östlich von Kümmersbruck gingen in einer Stunde rund 60 Liter pro Quadratmeter nieder. Das Zentrum des Starkregens war über der Bundesstraße 85 zwischen Gärmersdorf und Kümmersbruck. Insgesamt prasselten 75 Liter in drei Stunden nieder. An der Wetterstation in Kümmersbruck waren es 33 Liter pro Quadratmeter. Starkregen ist ein Phänomen, das seit den vergangenen zwei Jahrzehnten ständig zunimmt. Auswertungen von Messstellen des Deutschen Wetterdienstes zeigen eine stetige Zunahme von mindestens einem Niederschlag von 15 Liter oder mehr pro Stunde und Jahr.

Bericht über den Gewitterguss vom Donnerstag

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