22.11.2020 - 16:33 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Neue Nutzung für Brache am Bachweg in Kümmersbruck

Mit einem Bauvorhaben am Bachweg hat sich der Kümmersbrucker Bauausschuss beschäftigt. Entstehen soll dort ein Mehrfamilienhaus mit Praxisräumen und 20 Kfz-Stellplätzen. Der Ausschuss war einverstanden mit dem Vorhaben.

Das ehemalige Betriebsgebäude der Isoliervertriebs-GmbH am Bachweg: An dieser Stelle soll ein Mehrfamilienhaus mit Praxis errichtet werden.
von Klaus HöglProfil

Seit Januar 2007 befindet sich in den Post-Arkaden die Physiotherapiepraxis Thorsten Schwarz. Jetzt will das Unternehmen umziehen - in den Bachweg 15 in Kümmersbruck. Dort ist ein Mehrfamilienhaus mit Praxisräumen, Nebengebäude und 20 Kfz-Stellplätzen geplant. Mit dem Vorhaben war der Bauausschuss einverstanden. Auf dem Privatgrund am Bachweg hatte früher die Firma PGA Isoliervertriebs-GmbH ihren Sitz. Seit September 2019 steht das Anwesen leer, die Firma ist nach Amberg-Neumühle umgezogen.

Ausschuss plant zwei Ortstermine

Zwei Ortstermine wird es bei der nächsten Sitzung des Bauausschusses geben. Denn zwei Vorhaben wollte das Gremium nicht so ohne weiteres genehmigen. In Moos hat beziehungsweise will ein Bauherr zwei Lagerflächen - bestehend aus vier Containern mit Überdachung - errichten. Der Bauausschuss stellte das Ansinnen zurück, will sich erst einen Überblick vor Ort verschaffen. Gleiches gilt für ein Vorhaben im Gewerbegebiet Grubenäcker " in Theuern. Dort möchte ein Bauherr ein Einfamilienhaus mit Garage und Büro errichten. Der Neubau soll an die Fabrikhalle eines Betriebsgebäudes angebaut werden. Wie es bei der Sitzung hieß, geht das aber nicht so, wie sich der Antragsteller das vorstellt. Aufgrund der Lage müsste die Wohnfläche dort deutlich untergeordnet sein, was wohl nicht der Fall sei. Die eingereichten Unterlagen seien nicht klar aussagekräftig. Markus Graf (CSU) meinte, man könne "nicht Tür und Tor öffnen, dass dort jeder neben der Betriebshalle ein Haus hinstellt". Der Quadratmeterpreis für Grundstücke im Gewerbegebiet sei billiger. Dort ein Wohnhaus zu bauen, verstoße gegen den Gleichheitsgrundsatz, führte 3. Bürgermeister Hubert Blödt (CSU) aus. "Wir wollen ein Gewerbegebiet, kein besseres Wohngebiet", so Bürgermeister Roland Strehl. "Da wären alle im Nachteil, die zum Hausbau einen normalen Grund kaufen müssen." Es sei keine eindeutige Lage, die zu den Vorgaben der Gemeinde passt.

Gewerbegebiet, kein Mischgebiet

"Lage und Vorhaben lassen sich dort nicht vereinbaren", fand Elisabeth Gruber (CSU) und mutmaßte, da wolle sich wohl jemand günstig ein Haus hinstellen. Es handle sich um ein Gewerbegebiet und kein Mischgebiet, fand sie. Der Ausschuss stellte eine Entscheidung über das Vorhaben zurück. Zum einen seien weitere Informationen nötig, zum anderen will sich das Gremium vor Ort ein Bild machen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.