01.06.2018 - 14:54 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

In Öl gebackene Blüten

Man muss den richtigen Zeitpunkt erwischen, denn die Blüten sind nur drei Wochen im Jahr reif fürs Backen. Der Obst- und Gartenbauverein hat mit seinem Hollerküchelbacken eine Punktlandung hingelegt.

Die Gäste konnten den Frauen zuschauen, wie die Hollerkücheln in Öl gebacken werden.

Zu dem Fest, das beim Sportheim des TSV Kümmersbruck stattfand, kamen zahlreiche Mitglieder, aber auch viele Gäste. Hanna Kattner und Marga Kodalle hatten fleißig die Blüten des schwarzen Hollunders gesammelt und den Teig vorbereitet. Jeder konnte zusehen, wie sein Kücherl entstand. Ob jemand daran dachte, dass der Holunder wichtigte Wirkstoffe enthält, war nicht in Erfahrung zu bringen. Einige diskutierten zwar, dass Holunder giftig sei, aber in Öl ausgebacken seien die „gefährlichen“ Wirkstoffe aus der Blüte. Hollunder, so ist wissenschaftlich beiwiesen, wirke krampflösend und blutreinigend. In Öl ausgebacken und mit ein wenig Puderzucker gesüßt verspeisten alle nicht nur ein Kücherl. Einstmals war dieses Schmankerl ein Essen für arme Leute. Da das Interesse an der Veranstaltung sehr groß war, überlegt sich der OGV nach Angaben seines Vorsitzenden Günther Krella, nächstes Jahr eventuell ein Hollerfest zu veranstalten.

Einst ein Essen für arme Leute, inzwischen ein regionales Schmankerl: Hollerkücheln.

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