Als das Telefon klingelte, und sich am anderen Ende die Polizei meldete, dachte der 24-Jährige zunächst an einen schlechten Scherz. Der Anrufer informierte den Kümmersbrucker darüber, dass sein Quad gerade an der ungarischen EU-Außengrenze sei und wollte wissen, wie es dorthin gekommen sein: Verkauft? Oder gestohlen?
Verkauft hatte er es nicht. Also sah der junge Mann in seinem Hof nach, wo er das Fahrzeug tags zuvor abgestellt hatte. Erst da merkte er, dass es kein Scherz war: Das Quad war nicht mehr da. Der Zaun war großflächig aufgeschnitten und das Fahrzeug "professionell gestohlen worden", wie es im Polizeibericht heißt.
Frontex-Einheiten, die die EU-Außengrenzen sichern, kontrollierten an der Schengen-Grenze in Ungarn ein verdächtiges Fahrzeug und fanden das Quad im Wert von 10000 Euro im Laderaum. "Über Recherchen mit der Fahrzeug-Identifizierungsnummer gelangten die Fahnder an die Daten des rechtmäßigen Eigentümers und verständigten über die Bundespolizei und letztlich die Polizeiinspektion Amberg den Bestohlenen", teilte der Amberger Polizeisprecher Achim Kuchenbecker am Freitag mit.
"Das Quad wurde sofort beschlagnahmt und die Diebe festgenommen", fügt er hinzu. Nun müssten weitere, grenzüberschreitende Ermittlungen zeigen, ob es sich um eine international Täter-Gruppe handelt, oder ob doch nur Gelegenheitsdiebe am Werk waren.













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.