13.11.2020 - 11:29 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Sanierung des Klärwerks Theuern in Planung

Seit bald 30 Jahren ist die Kläranlage in Theuern in Betrieb. Sie funktioniere noch gut, aber die Technik sei veraltet. Ein Konzept zur Sanierung wurde den Mitgliedern des Zweckverbands zur Abwasserbeseitigung am Montag vorgestellt.

Die Kläranlage in Theuern benötigt eine Sanierung. Mit neuer Technik soll die Energieeffizienz sowie die Leistungskapazität erhöht werden.
von Caroline Keller Kontakt Profil

Die Kläranlage in Theuern, die unter anderem für die Abwasserbeseitigung der Stadt Amberg zuständig ist, wurde Anfang der 1990er-Jahre in Betrieb genommen. Weiterentwicklungen in der Technik sowie Änderungen in Richtlinien für die Abwasserbeseitigung machen nun eine Sanierung notwendig. Der zuständige Zweckverband hat daher den Auftrag erteilt, in die Planungsphase einzusteigen. Aus diesem Grund stellte Christian Meidl stellvertretend für das Ingenieurbüro Miller aus Nürnberg in der jüngsten Sitzung des Zweckverbands zur Abwasserbeseitigung (ZAB) ein Konzept für die Sanierung der Kläranlage vor.

Durch eine Modernisierung soll die Energieeffizienz der Abwasserreinigung gesteigert werden: "Mit neuen Maschinen und neuer Technik kann die Leistung der Anlage deutlich verbessert werden." Generell sei die Technik der Kläranlage noch voll funktionsfähig. Doch beim Energieverbrauch hapere es.

Leistungskapazität erhöhen

Um die Kläranlage energieeffizienter zu gestalten, müssen Druckbelüftung, Vorklärung, Belebungsbecken und Pumpentechnik auf den neuesten Stand gebracht werden. Die Nachklärung soll dabei auch optimiert werden. Abgerundet werden die Verbesserungen durch eine Schlammwasser-Teilstrombehandlung. Letztere sei aber noch Zukunftsmusik, da die Technik noch nicht marktreif sei. Kümmersbrucks Bürgermeister Roland Strehl geht davon aus, dass eine Sanierung unumgänglich ist: "Die Anlage würde die Richtwerte noch erreichen. Aber mit einer modernen Anlage kann nicht nur Energie gespart, sondern auch die Leistungskapazität erhöht werden."

Nach momentanen Stand belaufen sich die Kosten der Sanierung auf knapp 6,6 Millionen Euro. Norbert Füger, der Geschäftsleiter des Zweckverbandes, sagte in der Sitzung: "Die Summe ist in der Finanzplanung berücksichtigt."

Vier Bauabschnitte

Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny ist mit Füger einer Meinung: "Momentan haben wir geringere Kosten. Wenn wir die Bauarbeiten schieben, können sich die Kosten erhöhen." Dies zeigten Erfahrungen aus der Vergangenheit. Cerny dazu: "Es ist der Blick in die Glaskugel. Für die Bürger sind die Abwasserkosten jetzt günstiger." Laut Sanierungskonzept unterteilt sich die Maßnahme in vier Abschnitte. Die jeweilige Umsetzung dauert laut Meidl ein Jahr. Die Kosten sollen durch ein Darlehen finanziert werden.

Die Verbandsmitglieder Amberg, Kümmersbruck und Freudenberg übernehmen die Ausgaben. Die Höhe der jeweiligen Anteile ist abhängig von den Haushalten der Mitglieder. Im Oktober gab die Stadt Amberg bekannt, dass die Abwassergebühr um 1,14 Euro pro Person und Monat ab 2021 steigen wird.

Der Preis für Abwasser steigt in Amberg

Amberg
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