25.03.2020 - 08:55 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Senioren-Wohnpark Kümmersbruck: Tiefgarage steht schon

Bürgermeister Roland Strehl war zunächst skeptisch, dass die ersten Bewohner Ende des Jahres einziehen könnten. Doch inzwischen kann er sich das gut vorstellen: Beim Bau des neuen Senioren-Wohnparks in Kümmersbruck gab es keine Winterpause.

Nicht nur am Montag herrschte strahlender Sonnenschein auf der Baustelle des künftigen Senioren-Wohnparks neben dem Kümmersbrucker Rathaus (in Hintergrund): Auch in den zurückliegenden milden Wintermonaten konnte hier praktisch durchgearbeitet werden.
von Heike Unger Kontakt Profil

Die milde Witterung hat dafür gesorgt, dass der Bau des neuen Senioren-Wohnparks direkt neben dem Kümmersbrucker Rathaus ungehindert laufen konnte - auch in den Monaten, in denen normalerweise nichts geht. "Ungewöhnlich, dass wir im Winter arbeiten können", meint Bürgermeister Roland Strehl im Gespräch mit der Redaktion und freut sich über die Konsequenz: "Wir sind gut im Zeitplan."

Tatsächlich wird munter gearbeitet auf dem Areal, wo jetzt sogar schon erste Bauteile stehen: Hier entstehen gerade die Tiefgarage und Kellerräume des ersten Wohnkomplexes.

Eine Baustelle, zwei Bauherren

Auf dem Gelände sind zwei Bauherren als Partner tätig: Die Gemeinde Kümmersbruck, die für die laufende Erschließung und den Komplex mit Sozialwohnungen zuständig ist, und die Herbstwiesen GmbH, die zwei der drei geplanten Baukomplexe errichtet und vermarktet: Hier entstehen im ersten Bauabschnitt 15 Wohnungen, im zweiten 11 plus 3 Gewerbeeinheiten. Die Gemeinde erstellt den dritten Komplex, mit dem sie in den sozialen Wohnungsbau einsteigt.

Derzeit läuft die Erschließung auf Hochtouren, wie Strehl mitteilt: Unter Federführung der Gemeinde werden gerade Kanal und Wasserversorgung eingebaut. Das große Regenüberlaufbecken sei schon fertig. Es soll dafür sorgen, dass bei Starkregen der Wasserabfluss aus dem neuen Senioren-Wohnviertel gedrosselt wird, um die anschließende, bestehende Bebauung in der Anzengruberstraße zu entlasten.

Zu sehen ist das große Becken nicht, wie Strehl erklärt: Es sei "versenkt", liegt künftig unter der Wendeplatte, die hier entstehen wird. "Demnächst beginnt der Aufbau der Straße", kündigt Strehl an und konkretisiert auf Nachfrage, "vielleicht in eineinhalb Monaten." Danach könne die eigentliche Straße gebaut werden.

Im von der Hauptstraße, der Schulstraße, aus gesehenen hinteren Geländeteil geht es derweil unter Regie der Herbstwiesen GmbH schon an den Hochbau. Hier kann man bereits die Tiefgarage sehen, dieser Teil sei "so gut wie abgeschlossen", wie Strehl erläutert.

15 Wohnungen sind in diesem Bau geplant. Seine anfängliche Skepsis, bezüglich des ambitionierten Vorhabens, hier schon Ende des Jahres die ersten Bewohner zu begrüßen, hat Strehl inzwischen aufgegeben.

Ein Blick zurück: Erster Spatenstich im Dezember 2019

Kümmersbruck

Wenn den Beteiligten nun die Coronakrise keinen Strich durch die Rechnung mache, sei das sehr wohl realistisch, sagt er angesichts des flotten Baufortschritts. Momentan jedenfalls sei die Pandemie noch kein Thema auf der Baustelle, die Firmen hätten auch entsprechende Vorkehrungen getroffen.

Um die Verbindung zu den bestehenden Einrichtungen im Bereich der Schule herzustellen, musste im Baustellenbereich laut Strehl vorübergehend die Fernwärmeleitung stillgelegt werden.

Deshalb würden das Rathaus, das Martin-Schalling-Haus und das Gemeindehaus über eine Ersatzlösung beheizt, bis die Anschlüsse fertig sind. "Es muss also keiner frieren."

Corona derzeit kein Thema

Eine Nachfrage bei Florian Mirbeth, bei der Herbstwiesen GmbH für Projektentwicklung und Verkauf zuständig, ergab, dass im ersten Bauabschnitt schon fast alle Wohnungen vergeben sind. 3 der 15 Appartements seien noch frei. In der nächsten Woche soll es mit dem Holzbau weitergehen. Die benötigten Elemente seien am Herstellungsort in Hemau schon vorproduziert und sollen voraussichtlich nächste Woche geliefert und zusammengebaut werden.

Auch Mirbeth spricht davon, dass das Projekt "sehr gut in der Zeit" liege. Mitte April soll der zweite Bauabschnitt folgen. Hier habe man ein wenig umdisponiert, berichtet Mirbeth: Weil die Nachfrage nach Wohnraum größer sei als die nach Gewerbeflächen, sollen im zweiten Komplex sieben Wohnungen mehr entstehen als zunächst vorgesehen. Insgesamt werden es hier dann elf Appartements sein.

Platz für weitere interessierte Dienstleister gibt es trotzdem noch. Ihre Räume finden sich allerdings jetzt nur noch im Erdgeschoss und nicht mehr im ersten Stock wie zunächst geplant. Mehr über das Projekt: www.onetz.de/2999874

Zweiter Abschnitt Mitte April

Hier entsteht die Tiefgarage des ersten Wohnkomplexes mit 15 Appartements.
Hintergrund:

Der Senioren-Wohnpark Kümmersbruck

Altenheim, Kindergarten für Pflegepersonal, Ärzte, Dienstleister und Einkaufen, Eigentums-, Sozial- und Mietwohnungen - alles ganz nah beieinander: Darum geht es im Senioren-Wohnpark Kümmersbruck. Zwischen Rathaus und AWO-Seniorenheim entstehen unter Regie der Herbstwiesen Kümmersbruck barrierefreie Eigentumswohnungen in ökologischer Holzbauweise (Fertigstellung Ende 2020) mit Tiefgaragenstellplätzen, nach Wunsch buchbare Leistungen wie Hausmeister oder ambulante Pflegedienste, Einkaufsservice, Praxen für Ärzte und Therapeuten und E-Car-Sharing sowie unter Federführung der gemeinde auch Mietwohnungen (sozialer Wohnungsbau/Baubeginn 2020). Die Kosten für die gerade laufende Erschließung liegen bei 1,1 Millionen Euro.

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