Update 07.08.2018 - 15:52 Uhr
KümmersbruckOberpfalz

Seniorenprojekt Weg geebnet

Eine stattliche Tagesordnung muss der Gemeinderat abarbeiten, bevor er in die Sommerpause geht. Ein Beschluss sorgte im Vorfeld für anhaltende Diskussionen und markiert nun einen wichtigen Schritt in der weiteren Entwicklung der Kommune.

Als Wunschoption diskutiert der Kümmersbrucker Gemeinderat schon seit 2015 ein Seniorenwohnquartier zwischen den Rathaus (links) und dem AWO-Seniorenzentrum (rechts). Da bisher kein Investor gefunden wurde, versucht es die Kommune nun mit der Aufstellung eines klassischen Bebauungsplans.

(exb) In unmittelbarer Nachbarschaft zum Rathaus soll ein Seniorenwohnquartier entstehen. Der Beschluss zur Aufstellung eines nötigen Bebauungsplan fiel nun einstimmig. Davor hatten Martina und Stephan Dietrich von dem Amberger Büro Stadt und Raum noch einmal an die Planungsschritte Mitte 2015 erinnert. Ein daraus 2017 resultierendes Investorenauswahlverfahren hatte jedoch zu keinem Ergebnis geführt. Deshalb hat sich das Gremium nun für den klassischen Weg der Aufstellung eines Bebauungsplans entschieden.

Folgende Nutzungen sollen auf dem überplanten Areal möglich sein: Betreutes Wohnen, Anlagen für soziale und gesundheitliche Zwecke und allgemeiner Wohnungsbau. Daneben soll nach den Vorstellungen des Gemeinderats noch eine große Reservefläche für das benachbarte AWO-Seniorenheim freigehalten werden, um ihm eine eventuelle Erweiterung zu ermöglichen.

Im Umfeld einer in unmittelbarer Nähe vorbei führenden 110-KV-Leitung soll der Bebauungsplan ein Mischgebiet vorrangig für Anlagen der Infrastruktur (Dienstleistung, Büroflächen, Läden) ausweisen. Zu klären ist noch die Anzahl der auszuweisenden Stellplätze, auch ein Bauträger ist noch nicht gefunden. Auf Vorschlag von Werner Cermak allerdings schon ein Name. Er schlug Seniorenwohnpark "Am Rathaus" vor.

Vor dieser Entscheidung stellte Kreisjugendpflegerin Claudia Mai das Konzept einer interkommunalen Jugendarbeit für die Gemeinden Ursensollen, Ebermannsdorf, Ensdorf und Kümmersbruck vor. Eine dafür nötige Kraft werde nach einem vorgegebenen Schlüssel finanziert. Sie könne dann eigene Maßnahmen in den jeweiligen kooperierenden Gemeinden anbieten. Träger für diesen Mitarbeiter in Vollzeit soll das Bildungshaus im Kloster Ensdorf, dessen Einrichtung genutzt werden können. Bürgermeister Roland Strehl bezifferte die Kosten für das auf drei Jahre angelegte Projekt auf jährlich gedeckelte 37 000 Euro. Das Konzept wurde einstimmig gebilligt.

Ebenso Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung des Freizeitgeländes in den Vilsauen. Ein Konzept hat das Planungsbüro Neidl und Neidl entwickelt und vorgestellt. Demnach soll laut David Neidl in diesem Bereich ein befestigter Platz an der Vils entstehen, von dem aus über Stufen der Fluss erreicht werden kann. Auslöser für die Pläne war ein CSU-Antrag zur Aufstellung von Fitnessgeräten. Die SPD-Fraktion griff diesen Gedanken auf und forderte bei den Haushaltsberatungen eine weitergehende Planung. Auch einem vorgeschlagenen Dach zur Beschattung oder als Regenschutz wurde zugestimmt. Der Gesamtaufwand ist mit 90 000 Euro veranschlagt.

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