Kümmersbruck
23.01.2022 - 14:26 Uhr

Wäldchen muss dem Neubau der Kindertagesstätte weichen

Am Samstag ist der Startschuss für den Neubau der Kindertagesstätte St. Raphael in Kümmersbruck gefallen: mit der Rodung eines kleinen Wäldchens. Nach Ende des Projekts sollen in der Kita etwa 160 Kinder betreut werden.

Als die Kinder am Freitag aus der Kita abgeholt wurden, war das Wäldchen noch da, am Samstag wurde es gerodet. Bild: e
Als die Kinder am Freitag aus der Kita abgeholt wurden, war das Wäldchen noch da, am Samstag wurde es gerodet.

Wenn die Eltern ihre Kinder am Montag in die Kindertagesstätte St. Raphael bringen, dann werden sich manche fragen, ob sie dort auch richtig sind. Denn: Das seit rund 50 Jahren scheinbar untrennbar mit dem Kindergarten verbundene und ebenso alte Wäldchen ist gerodet. Mit eben dieser Rodung nämlich fiel am Samstag der Startschuss für den Neubau der Kindertagesstätte an der Köferinger Straße, in der nach Fertigstellung etwa 160 Kinder betreut werden sollen.

Die Firma Land- und Forstpflege Markus Graf aus Vilseck ist am Samstag unter der Regie eines Forstwirtschaftsmeisters angerückt, um das aus Fichten, Douglasien und Spitzahorn bestehende Wäldchen abzuholzen. Fortschlepper mit Winde, Rückewagen bestimmten das Bild. "Das Geäst wird letztlich gehackt und zu Hackschnitzel verarbeitet, das Stammholz wird weiterverarbeitet", sagte Markus Graf. Die Arbeiten für die Gemeinde wurden an dem bautechnisch recht anspruchsvollen Hang am Samstag erledigt wurden, um laut Graf jegliche potenzielle Gefährdung für die Kinder beziehungsweise Personal zu vermeiden. Am kommenden Samstag werden dann die restlichen Arbeiten erledigt.

Damit ist der Anfang für den Neubau, dessen Baukosten rund neun Millionen Euro betragen werden, gemacht. Bis zur Fertigstellung wird die seit 1. Januar 2022 unter der Trägerschaft der Caritas stehende Kindertagesstätte weiter geöffnet sein. Die dringliche Sanierung der Kindertagesstätte ist seit 2017 im Gespräch. Der erste Entwurf für einen Neubau wurde 2020 vorgelegt. Über das Bauvorhaben wurde im Gemeinderat hinreichend diskutiert, erläutert und aufgeklärt. Die Hanglage erwies sich als Handicap, stellte für die Planer ein ganz besonders Problem dar. Mit der Baufeldfreimachung und schließlich der Geländepanpassung ist der erste Schritt zum Bau getan.

Ein Blick auf das Baufeld nach der Rodung des Wäldchens. Bild: e
Ein Blick auf das Baufeld nach der Rodung des Wäldchens.
Kümmersbruck05.01.2022

"Das Geäst wird letztlich gehackt und zu Hackschnitzel verarbeitet, das Stammholz wird weiterverarbeitet."

Markus Graf

 
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