26.11.2018 - 15:02 Uhr
KulmainOberpfalz

Einfahrt in Mühlweg ausweiten

Wenig auszusetzen haben die Kulmainer Bürger am Gemeindegeschehen und an den Entscheidungen des ablaufenden Jahres. Ein paar Anregungen gibt's dennoch.

Das alte Bader-Haus (links) samt Nebengebäude kommt weg, die Fläche wird neu angelegt. Ebenso lässt die Gemeinde das alte Feuerwehrgerätehaus (rechts) für 400 000 Euro sanieren.
von Arnold KochProfil

Zweiter Bürgermeister Albert Sollfrank und sein Amtskollege Günter Bäte leiteten die Diskussionsrunde in der zentralen Bürgerversammlung. Zur künftigen E-Ladesäule bemerkte ein Teilnehmer, dass wegen des versteckt und auf Privatgrund liegenden Standorts eine gut lesbare Hinweistafel an der Ortsdurchfahrt angebracht werden müsste. Dies sagte Rathauschef Günter Kopp zu.

Ein Bürger bemängelte den unansehnlichen Zustand der Nepomukstatue am Kriegerdenkmal vor der Kirchentreppe. Die Hangabsturzsicherung an der Trafostation an der Jahnstraße in Höhe des B-Sportplatzes ist schadhaft. Dies sollte der Eon zur Behebung gemeldet werden. Ein Anlieger des Straßenbereiches Sonnenweg/Westend bemängelte, dass die durch den Winterdienst zusammengeschobenen Schneemassen den Durchgang über den Wiesenweg Richtung Oberbruck behindern. Dieser sollte für Spaziergänger freigehalten werden. Ein Anlieger des Lerchenweges regte an, den Daddy-Platz mit einem Segeltuch auszustatten, um den Besuchern des Areals Schatten zu bieten.

Die Gemeindeverwaltung wurde auf die problematische Einmündungssituation der Jahntraße in den Mühlweg hingewiesen. Besonders Lieferfahrzeuge und Lkw haben es schwer, die durch Anpflanzung geschaffen Engstelle zu passieren. Die öffentliche Fläche sollte ermittelt und dem Verkehr zur Verfügung gestellt werden.

Ebenfalls die Verkehrssituatuion betraf eine Wortmeldung eines Anliegers der Rosenstraße. Im Bereich Höhen- und Rosenweg sowie Blumenstraße führe das Parken zu Übersichts- und Verkehrsproblemen. Im Bereich des Wendehammers der Gartenstraße wachsen Sträucher in den öffentlichen Straßenraum hinein, die entfernt werden müssten. Die Gemeinde sollte sich über ein neues Projekt zur Schaffung von Eigentumswohnungen durch einen privaten Investor Gedanken machen, da hier erkennbar großer Bedarf besteht.

Sollfrank dankte abschließend für die gute Jahresbilanz und das Engagement des Gemeindeoberhaupts. Auch würdigte er alle Bürger und Betriebe für deren Verständnis und Leistungen zum Wohl der Kommune.

Hintergrund:

Bürgermeister Günter Kopp gab einen Ausblick auf das kommende Jahr, in dem die Sanierung des alten Haus des Gastes zum Bürgerhaus, der Turnhalle und der Modernisierung des Schulgebäudes beginnen werden. Gleiches gilt für die Ertüchtigung der Witzlasreuther Kläranlage. Mit Mitteln der Städtebausanierung wird das alte Bader-Haus samt Nebengebäude abgerissen, die Fläche samt Wasserspielplatz neu angelegt und das alte Feuerwehrgerätehaus mit Gesamtkosten von insgesamt 400 000 Euro saniert.

Die Planungen für den neuen Speckermühlplatz sollen konkretisiert und mit den Bürgern und Anliegern besprochen werden. Das Riedl-Anwesen hat die Kommune bereits erworben. Die Firma Amplus AG wird Einzelanwesen und bisher nicht angeschlossene Weiler ans Glasfasernetz anbinden. Auf einer Länge von 2013 Metern wird die Gemeindeverbindungsstraße Kulmain–Zinst für 1,967 Millionen Euro– bei einer Zuwendung in voraussichtlicher Höhe von rund 1,6 Millionen Euro – neu gebaut.

Im Zuge des Programms „Kernwegenetz“ soll die Gemeindeverbindungsstraße Oberwappenöst–Wernersreuth ausgebaut werden. Wahrscheinlich kann die Maßnahme erst 2020 verwirklicht werden. Die Wasserversorgung wird mit einem Druckminderschacht (66 500 Euro) ergänzt und die Verbindungsleitung von Rothenhof nach Oberwappenöst erneuert. Für die Wasserversorgung wird ein neues Konzept erstellt. Die Sanierung der Friedhofshalle im Innen- und Außenbereich geht weiter.

Ein Sonnensegel soll auf der Daddy-Anlage einmal Schatten spenden. Das wünscht sich jedenfalls ein Teilnehmer an der Bürgerversammlung.
Sobald konkrete Pläne für den Speckermühlplatz vorliegen, möchte sich die Gemeinde mit den Bürgern zusammensetzen.
Ebenfalls für 2019 ist der Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße Kulmain-Zinst vorgesehen.
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