Kulmain
14.10.2019 - 15:05 Uhr

Requiem für Volker Brandl: Die Kirchenmusik war sein Leben

Die Kulmainer Pfarrkirche war übervoll mit Trauernden. Nach dem plötzlichen Tod von Volker Brandl waren Wegbegleiter und Freunde des Verstorbenen gekommen, um ihn zusammen mit seiner Familie auf dem letzten Weg zu begleiten.

Pfarrer Sven Grillmeier, Pfarrvikar Justin Kishimbe, Paffer Markus Bruckner, Prof. Joseph Shaji, Geistlicher Rat Alios Albersdörfer und Pfarrer Thomas Kopp (von links) gestalteten das Requiem für Volker Brandl (Bild vorne rechts). Bild: Albert Sollfrank/exb
Pfarrer Sven Grillmeier, Pfarrvikar Justin Kishimbe, Paffer Markus Bruckner, Prof. Joseph Shaji, Geistlicher Rat Alios Albersdörfer und Pfarrer Thomas Kopp (von links) gestalteten das Requiem für Volker Brandl (Bild vorne rechts).

Die große Trauergemeinde war ein Zeichen für die übergroße Wertschätzung gegenüber dem im Alter von 83 Jahren Verstorbenen. Pfarrer Markus Bruckner erinnerte in seiner Ansprache und bei seinem Dank an die vielen Aktivitäten von Volker Brandl. So war er 65 Jahre lang als Organist tätig, davon 25 Jahre in Mockersdorf und Kirchenlaibach. Seit 1978 war er Leiter des Kirchenchores Kulmain und Organist in der Pfarrkirche von Kulmain und in der Wallfahrtskirche auf dem Armesberg. Aber auch in der Umgebung begleitet er in katholischen und evangelischen Kirchen Gottesdienste.

Bischof Rudolf Voderholzer hatte Brandls außergewöhnliche Leistung für die Kirchenmusik im Jahr 2016 mit der Verleihung der Bischof-Johann-Michael-Sailer-Medaille gewürdigt. Bruckner erwähnte auch den großen Einsatz des Verstorbenen bei Schallplattenaufnahmen mit seinen Chören und beim Arrangieren und Einstudieren von Kirchenmusikstücken des von 1781 bis 1854 lebenden Kulmainer Komponisten Martin Vogt. Immer wieder führte er mit dem Ensemble die Vogt-Messen auf.

Der Kirchenchor war seine zweite Familie, und so war es für diesen eine große Ehre, gleichzeitig aber auch emotional schwierig, unter der Leitung von Stefanie Wöhrl das Requiem für "seinen Volker" musikalisch zu gestalten. Vier Jahre lang war Brandl auch Chorleiter beim Sängerbund Kulmain. Diesem war das Schlusslied des Requiems vorbehalten.

Neben Ortspfarrer Bruckner und Pfarrvikar Justin Kishimbe waren als Mitzelebranten Prof. Joseph Shaji aus Rom, Pfarrer Sven Grillmeier von der Pfarreiengemeinschaft Kirchenlaibach-Mockersdorf, Pfarrer Thomas Kopp aus Altenstadt/Waldnaab und Geistlicher Rat Alois Albersdörfer aus Amberg am Altar. Auch Pfarrer Dirk Grafe von der evangelischen Kirchengemeinde Kemnath/Wirbenz/Immenreuth war gekommen.

Neben der Schilderung des Lebensweges von Volker Brandl hat Bruckner in seiner Predigt dessen vielfältigen Begabungen sowie das stets freundliche, immer hilfsbereite und von großer Bescheidenheit geprägte Auftreten gewürdigt. Mit einem herzlichen "Vergelt's Gott" dankte er für den unermüdlichen Einsatz für die Menschen und die Musica sacra.

Am Schluss des Requiems sprach Bürgermeister Günter Kopp seinen großen Dank an Brandl für seinen unermüdlichen Einsatz und die langjährige Tätigkeit als Lehrer und Rektor an den Schulen in Babilon und in Kulmain aus. Grafe wählte sehr einfühlsame und sichtbar von Herzen kommende Worte. Er erweiterte den großen Dank an Brandl auch auf seine Familie, die ihn stets unterstützte und den für die Kirchenmusik notwendigen Freiraum gab.

Rektorin Christiane Böhm von der Grundschule Kulmain würdigte Brandl für seinen Einsatz als Lehrer und die musische Erziehung der Kinder, war das doch auch ein Grundstein für die musikalische Ausrichtung der Kulmainer Schule. Eine Vertreterin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV) sprach vom Verstorbenen als leidenschaftlichen und sehr engagierten Lehrer. Auch dankte die Sprecherin für jahrzehntelange Mitgliedschaft im BLLV.

 
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