08.05.2019 - 15:50 Uhr
KulmainOberpfalz

Schönheits-OP für 450 000 Euro

Lange schon war das Areal am Alten Feuerwehrhaus und dem seit Jahren leerstehenden "Boderhaus" ein kleiner Schönheitsfehler im Ortsbild von Kulmain. Diesen möchte die Gemeinde nun beseitigen.

Gemeinderat Otto Schroll (Zweiter von rechts) erklärt den Mitgliedern der Bürgerliste die Maßnahmen am Alten Feuerwehrhaus.
von Externer BeitragProfil

Mit dem Abriss des "Boderhauses" zu Jahresbeginn folgt im Zuge der Städtebauförderung die Sanierung des Alten Feuerwehrhauses mit dem umliegenden Gelände. Gemeinderat Otto Schroll informierte die Mitglieder der Bürgerliste über die Neugestaltung des bereits eingerüsteten Gebäudes und seiner Umgebung. Demnach soll das Dach abgerissen, neu verstärkt wieder aufgebaut und mit Biberschwänzen eingedeckt werden, um eine eventuell Aufbringung einer Photovoltaikanlage statisch zu ermöglichen. Die alten Kunststofffenster und Flächen aus Glasbaustein-Elementen werden durch neue Fenster mit Holzrahmen ersetzt. Türen und Tore sollen ebenfalls in Holzbauweise erneuert werden.

Die Fassade wird neu verputzt - jedoch bleiben die eingearbeiteten Figuren in der Giebelseite erhalten. Zudem erhält der Anbau eine Holzfassade. Der markant Schlauchturm, der nach wie vor zum Trocknen der Druckschläuche dient, wird ebenfalls in Holzbauweise saniert.

Schroll führte die Teilnehmer auch durch das Innere. Dort werden die beiden oberen Zimmer völlig entkernt, die Innenwände ausgebessert und neu angestrichen. Die Flurwand im Obergeschoss wird abgebaut, das Lager im Dachboden erhält einen neuen Holzboden.

Wie Schroll den Mitgliedern der Bürgerliste zur Außenanlage erläuterte, soll der Vorplatz einen Pflasterbelag aus Granit erhalten. Ein besonderes Highlight plant Architekt Josef Weber mit einem sogenannten Wasser-Matsch-Bereich zum Bachlauf hin, dem eine Grünfläche mit Sitzgelegenheiten vorgelagert wird. Die Grünfläche wird mit Obstbäumen und Beerensträuchern bepflanzt, deren Früchte sowohl Ruhesuchende als auch Vorbeieilende zum gesunden Naschen verführen sollen.

Als Treffpunkt der Generationen angedacht sind ein Info-Point und ein Verkaufsstand für regionale Produkte. "Wenn alles gut läuft, sollten die Arbeiten bis zum Spätherbst abgeschlossen sein", meinte Schroll. Die förderfähigen Kosten belaufen sich auf 450 000 Euro belaufen. Davon werden 90 Prozent über die Förderoffensive-Nordostbayern bezuschusst. Den Rest von 45 000 Euro muss die Gemeinde tragen.

Der Vorsitzende der Bürgerliste, Arthur Spörrer, dankte Schroll für seine ausführliche und interessante Berichterstattung. Ausklingen ließen die Teilnehmer den Nachmittag in der Schutzhütte in Altensteinreuth.

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