Kulmain
24.02.2022 - 12:21 Uhr

Solibrot-Aktion des Kulmainer Frauenbundes für die Rohingya-Flüchtlinge in Bangladesch

Backen, teilen, Gutes tun - ein Solibrot nährt die Hoffnung, schenkt neues Leben und neue Perspektiven, verändert das gemeinschaftliche Leben. Der Katholische Frauenbund Kulmain beteiligt sich erneut an der Solibrot-Aktion der Hilfsaktion des Hilfswerks Misereor und des Katholischen Frauenbundes. Im Fokus des Diözesanverbandes Regensburg steht heuer das Projekt "Rohingya-Flüchtlinge in Bangladesch".

Für die Aktion konnte das Führungsteam des Zweigvereins wie auch 2019 die Holzofenbäckerei Schmid gewinnen. Ab Aschermittwoch, 2. März, bis Karsamstag, 16. April, bietet sie ein kleines Holzofenbrot als Soli-Brot an. Vom Kaufpreis fließen jeweils 50 Cent in die Aktion. Außerdem ist eine Spendenbox aufgestellt.

In ihrer Heimat Myanmar werden die Rohingya verfolgt. Über eine Million von ihnen haben in Bangladesch Zuflucht gefunden. Dabei gehört das Land selbst zu den ärmsten der Welt. Die Lebensumstände der Rohingya in Kutupalong, dem größten Flüchtlingslager der Welt, sind alles andere als einfach. Sie dürfen das Camp nicht verlassen, es fehlt an Arbeit, Bildung, Hygiene und gesundheitlicher Versorgung. Dies ist fatal angesichts der weltweiten Coronapandemie. Ein Covid-19-Ausbruch wurde mit Aufklärungsarbeit und Hygienesets verhindert. Die Misereor-Partnerorganisation Uttaran hilft dabei, neue Perspektiven für Familien im Flüchtlingslager und der lokalen Bevölkerung zu schaffen.

Das Führungsteam des Frauenbundes verdeutlichte bei der Vorstellung der Aktion, dass es allen bewusst werden müsse, wie gut es uns und unseren Kindern gehe. In Bangladesch und Myanmar seien Millionen Menschen aus ihrer Heimat vertrieben worden, lebten in Armut und seien zu harter Arbeit unter schlimmen Bedingungen gezwungen. Ein ganzes Volk nehme nicht nur körperlich und seelisch schweren Schaden, sondern habe in den überfüllten Flüchtlingslagern keine Lebensperspektive.

Mit den Spenden aus der Soli-Brotaktion werden die Erstversorgung und materielle Nothilfe für die Wintermonate unterstützt, ebenso die Aufklärungsarbeit zur Eindämmung der Pandemie und einkommensfördernde Maßnahmen.

Trotz der pandemiebedingten Einschränkungen stehen die Frauenbundmitglieder treu zu ihrem Zweigverein. Dazu konnten mit Margit Ringlein und Inge Steinbruckner aus Kulmain und Monika Schäffler aus Aign drei neue Mitglieder gewonnen werden. In kleiner Runde wurden sie mit Präses Markus Bruckner mit einem Blumengeschenk willkommen geheißen. Somit zählt der Zweigverein jetzt 108 Mitglieder.

 
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