Kulmain
31.03.2022 - 10:51 Uhr

Vortrag beim Frauenbund Kulmain: Aus Ritualen Kraft schöpfen und Sicherheit gewinnen

Anni Lautenbacher vom Führungsteam dankte Birgitt Pfaller (von links) für ihren Vortrag beim Katholischen Frauenbund. Bild: ak
Anni Lautenbacher vom Führungsteam dankte Birgitt Pfaller (von links) für ihren Vortrag beim Katholischen Frauenbund.

"Rituale als Kraftquelle" lautete das Thema von Theologin Birgitt Pfaller vom Bildungswerk des Katholischen Deutschen Frauenbundes. Anni Lautenbacher und das Führungsteam des Ortsvereins hießen dazu 23 Besucher im Martinsaal willkommen.

"Rituale ordnen das Leben und öffnen das Herz für den Segen und die Liebe Gottes", beschrieb die Referentin die Wirkung von bestimmten Gebeten und religiösen Zeichen. Rituale geben den Menschen Sicherheit und Ordnung. Man brauche sich nicht immer neu zu entscheiden, was zu tun sei, wenn es feste Abläufe gebe. Das setze Kraft sowie Lebensenergie frei und wirke Angst entgegen. Durch religiöse Rituale wüssten sich die Menschen zudem "behütet und geborgen in der Macht Gottes, die es gut mit ihnen meint", erklärte die Theologin. Rituale erinnerten an das Wichtige im Leben und machten Freude. In Liedern und Texten zeigte Pfaller die Wirkung von Ritualen auf und ließ diese den Teilnehmerkreis nachempfinden. Das Lied "Bewahre uns Gott, behüte uns Gott, sei mit uns vor allem Bösen" erinnere an die Hilfe, die ein Ritual in angstvollen Situationen sein kann. Pfaller machte deutlich, dass Rituale keine von selbst wirkenden magischen Handlungen sind. Vielmehr öffneten sie das Herz und machten die Menschen aufmerksamer für die Kraft und Freude, die ihnen gegeben ist. "Wenn wir zur Ruhe kommen und uns auf uns selbst konzentrieren, geben wir Gott die Möglichkeit uns anzustupsen", sagte die Referentin.

In der Liturgie gebe es viele Rituale. Viele davon würden heute nicht mehr verstanden. Am Beispiel des Blasiussegens zeigte Pfaller solche heilsamen Gedanken auf. Die Segnung des Halses könne mit der Bitte an Gott verbunden werden, alles zu heilen, was einem buchstäblich im Halse stecken bleibt: Ärger, Neid, Enttäuschung. Sie gab Anregungen für persönliche Rituale, wie zum Beispiel das Morgengebet mit Gesten.

Mit einem Präsent bedankte sich das Führungsteam für den aufschlussreichen Vortrag, der die lange Corona-Pause beendete.

 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.