18.10.2019 - 17:06 Uhr
MünchenOberpfalz

Lastwagen und Bussen Puls gefühlt

Die europaweite Schwerverkehrskontrollaktion nutzt die bayerische Polizei, um 24 Stunden den Lastwagen den Puls zu fühlen. Die Ergebnisse zeigen, wie notwendig die Kontrollen sind.

Ein Polizist untersucht an der Autobahn 9, in einer Lkw-Kontrollstelle, einen Lastwagen.
von Alexander Pausch Kontakt Profil

Im Zuge der europaweiten Schwerverkehrskontrollaktion "Truck & Bus" hat die bayerische Polizei zum Teil gravierender Mängel aufgedeckt. Darunter waren unter anderem erhebliche technische Mängel und massive Überschreitungen der Lenkzeiten, teilte das bayerische Innenministerium am Freitag mit. Unter den beanstandeten Fahrzeugen waren 35 Gefahrguttransporter und vier Busse. Insgesamt überprüfte die Polizei von Mittwoch 6 Uhr bis Donnerstag 6 Uhr 1825 Lastwagen und Busse. Laut Innenminister Joachim Herrmann (CSU) beanstandeten die Beamten 632 Fahrzeuge und Fahrzeugführer.

"Da waren regelrecht tickende Zeitbomben unterwegs", sagte der Minister. "Kaputte Beleuchtung, defekte Reifen, mangelhafte Bremsen, gravierende Schäden am Fahrwerk sowie völlig übermüdete oder betrunkene Fahrer - da sind schlimme Unfälle schon fast programmiert."

Als ein besonders negatives Beispiel führte Herrmann einen im Bereich Waidhaus kontrollierten litauischen Sattelzug auf dem Weg von Spanien nach Litauen an. Dieser transportierte mehr als zehn Tonnen teils ungenügend gesicherte Gefahrgut. Die Polizei unterband die Weiterfahrt. Fahrzeugführer, Verlader und Verpacker erwarten Bußgeldanzeigen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Aktuell und Wissenswert

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.